Kürbis | Maronen | Linsen – hippe Herbst-Trilogie

„Ist gefüllter Kürbis nicht total Siebziger Jahre?“, fragt der Liebste angesichts der Rezeptplanung. Siebziger Jahre?! Hallo! Das hab‘ ich genauso auf der Elle Bistro, Food & Gedöns, Jamie Irgendwas gesehen! Pah, nennen wir es wenigstens Retro, das klingt zumindest hip! Womit wir schon beim Thema wären. Ist Euch das schon aufgefallen? Seit einiger Zeit lesen sich die Speisekarten in hippen Restaurants extrem puristisch. Da steht dann nur noch

Kürbis | Maronen | Linsen

statt wie noch vor einigen Jahren „Ofengebackener Hokkaido mit Senfrahmlinsen an Maronen“. Huch, jetzt habe ich Euch ja schon verraten, was es heute gibt! Die hippe Dreifaltigkeit ist übrigens nur echt mit dem senkrechten Strich, der „Pipe“ heißt, wie ich gerade gelernt habe. Auf keinen Fall einen schnöden Schrägstrich verwenden! Wo kämen wir denn dahin? Womöglich in die Siebziger!

Sobald das erste Blatt vom Baum fällt und die Tage kürzer werden, bekomme ich Lust auf Kürbis. Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, müssen die Teller dampfen und es kommt wärmendes Soulfood auf den Tisch. Der November schmeckt für mich nach Kürbis und Maronen. Das heutige Rezept hat sich extra hübsch für Euch in Schale geworfen – total retromäßig, versteht sich!

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Wer sich über die Schleife um den Kürbisbauch wundert – das muss so! Nee, geschwindelt … Ich war so beschäftigt damit, das Foto-Set nett herzurichten, dass ich den Kürbis im Ofen ganz vergessen hatte. Dem Geschmack hat es nicht geschadet, aber die Suppenschüssel hat ein paar Risse bekommen :-)

Noch ein Wörtchen in Sachen Optik: Es ist nicht unbedingt nötig, die Linsen im Kürbis zu servieren. Aber es sieht um ein Vielfaches besser aus! Nun ist so ein gemeiner Linseneintopf nicht wirklich fotogen. Wer schon mal einen vor der Linse hatte (hach, Wortspiel!), weiß wovon ich rede. Hier handelt es sich um einen typischen Fall von „nicht schön, aber soooo köstlich“!  

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Für meine Kategorie „VegEnd – das vegane Wochenende“ gibt es heute die fleischlose Variante. Ihr könnt aber auch ganz einfach den Räuchertofu gegen Speckwürfelchen austauschen, wenn Ihr keinen Tofu mögt. Aber: Der Mann im Hause ist Fleischesser und ist bei der Veggie-Variante vor Wonne fast in die Knie gegangen. Gebt dem Tofu eine Chance :-)

Kürbis | Maronen | Linsen
(4 – 6 Portionen)

200g Puy-Linsen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis*
100g Maronen (vorgegart)
1 Bund Suppengrün (Möhre / Lauch / Sellerie)
1 Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
50g Räuchertofu
1 TL Tomatenmark
ca. 1l Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin / 2 Zweige Thymian
3 EL Pflanzenöl
Salz / Pfeffer

150g Pflanzensahne (ich habe Alpro Cuisine Soya verwendet)
je 1 EL mittelscharfer und körniger Senf

  1. Kürbis abwaschen, den Deckel abschneiden und aushöhlen, Kerne und Fasern entsorgen. Die Innenseite mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer ausreiben. Evtl. unten ein kleines Stück abschneiden, so dass der Kürbis gerade steht. Bei 160 Grad ca. 30 – 40 Minuten im Ofen garen.
  2. In der Zwischenzeit Suppengrün und Zwiebel klein schneiden, Knoblauch pressen und Räuchertofu klein würfeln. Die Maronen grob hacken. Alles in 2 – 3 EL Pflanzenöl anbraten. Linsen kurz abspülen und dazugeben. Tomatenmark dazugeben und mit der heißen Gemüsebrühe auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Die gewaschenen Kräuterzweige dazugeben. Bei kleiner Hitze 30 – 40 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind, aber noch etwas Biss haben.
    TIPP: Erst zum Schluss salzen, sonst bleiben die Linsen hart!
  3. In einem kleinen Topf die Sahne mit dem Senf erwärmen und unter die Linsen rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kräuterzweige vor dem Servieren entfernen.
  4. Linsen in den Kürbis füllen und servieren. Beim Essen einfach das weiche Kürbisfleisch mit auslöffeln.

Wenn Ihr keinen Wert darauf legt, dass die Linsen IM Kürbis serviert werden, schneidet Ihr einfach etwa einen halben Kürbis in grobe Stücke (Schale kann dranbleiben) und legt sie auf ein Backblech, am besten auf Backpapier. Etwas Öl dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen bei 175 Grad für ca. 20 Minuten rösten, bis sie weich sind. Am Ende zu den Linsen dazugeben.

Ihr könnt die Kürbisstücke auch zusammen mit dem anderen Gemüse im Topf anbraten, wenn Ihr Geschirr sparen wollt, aber die ofengerösteten Varianten schmecken noch besser, finde ich.

*Wenn Ihr jede Portion im Kürbis servieren möchtet, braucht Ihr natürlich mehrere :-)

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Wonach schmeckt der Herbst für Euch? Was kommt bei Euch im November auf den Tisch?

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Herbstliche Grüße und ein schönes Wochenende für Euch!

Marion

Gegrillter Lachs mit Pinienkernsalsa, frei nach Ottolenghi – das Rezept zum Film (Bridget Jones‘ Baby)

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Jeder Foodie, der sich den aktuellen Bridget Jones Film angeschaut hat, ist vermutlich genau bei dieser Szene aus der eigentlichen Story ausgestiegen: Patrick Dempsey alias Jack Qwant besucht Bridget überraschend zu einem imaginären zweiten Date und bringt Essen von Ottolenghi mit!

Gegrillter Lachs mit Pinienkernsalsa! Von Yotam Ottolenghi!! OH.MEIN.GOTT!

Wen interessiert da noch, wer der Kindsvater ist? Alleine schon für diese Idee hätte ich Mr. Darcy subito in den Wind geschossen und den guten Jack auf der Stelle geheiratet! Noch vor dem 3. Date!

Wer jetzt nur Bahnhof versteht, dem sollte ich kurz erklären, dass

  1. die Welt (OK, die Frauenwelt) 12 Jahre auf den aktuellen dritten Teil der Bridget Jones-Verfilmung „Bridget Jones‘ Baby“ gewartet hat! Absolut sehenswert übrigens!
  2. Ottolenghi ein israelisch-britischer Koch, Kochbuchautor und Restaurantbesitzer ist. Er kombiniert scheinbar unvereinbare Zutaten und die Kochwelt liegt ihm begeistert zu Füßen. Kurz gesagt, der Mann ist ein STAR

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Ich saß also gebannt vor der Leinwand und hatte vom Moment des Dempsey’schen Überraschungsbesuches an Visionen von knusprig gegrilltem Fisch mit einer cremig-knackigen Salsa aus gerösteten Pinienkernen. Bridget und der Rest der Gang waren plötzlich nebensächlich geworden. Als einzige meiner 4köpfigen Mädelsgruppe habe ich am Filmende nicht geweint. Und das zeigt schon, wie abgelenkt ich war. Denn ich heule normalerweise schon, wenn im Fernsehen zur Weihnachtszeit die Merci-Werbung läuft! Kein Quatsch, alles schon dagewesen :-)

Beim nächsten Einkauf sind also Lachs & Co. in den Korb gewandert. Pinienkerne sind eh in rauen Mengen im Haus, denn Pesto ist unser „gibt’s immer, wenn nix im Kühlschrank ist-Gericht“.

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Was übrigens aussah wie geschicktes Product Placement in Zusammenarbeit mit Ottolenghi, war gar keines, wenn man der Website glauben darf. Der Koch war selbst gleichermaßen überrascht wie entzückt, mit seinem Essen eine Rolle im Film zu spielen. So entzückt, dass er gleich ein Rezept zu dem bis dato fiktiven Gericht kreiert hat! Und da man seinen Visionen nachgehen soll, hab‘ ich mich gleich an den Herd gestellt und nachgekocht!

Ich habe das Originalrezept ein wenig mediterranisiert – Yotam möge mir verzeihen – denn ich bin kein Riesenfan von Staudensellerie. Ich habe stattdessen Mangold verwendet und anstelle der Rosinen kommen bei mir Granatapfelkerne in die Salsa. Unvereinbar kann ich auch, Mr. Ottolenghi! Hah!

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Und nein, ich werde nicht verraten, ob die liebe Bridget der unwiderstehlichen Patrick Dempsey- / Ottolenghi-Kombi erlegen ist oder dem hölzern-charmanten Mr. Darcy den Vorzug gab. Aber das Rezept zum Film gibt es heute und hier live und in Farbe – Film ab!

Ofenlachs mit Pinienkern-Salsa (2 Portionen)

2 Lachsfilets oder Lachssteaks mit Haut
2 EL Olivenöl
Salz und Pfeffer

Salsa

1 Bund Mangold
2 EL (30 ml) Olivenöl
40g Pinienkerne
1 Zehe Knoblauch, zerdrückt
10g eingelegte Kapern und 1 TL der Flüssigkeit
5 schwarze Oliven ohne Kern, gehackt
1 Prise Safran, aufgelöst in 1 EL heißem Wasser
1 TL Weißweinessig
1/4 TL Zucker
30g Granatapfelkerne
2 Stengel Basilikum
Abrieb einer Bio-Zitrone

Die hellen harten Teile des Mangolds (ca. 200g) in kleine Stücke schneiden. 2 – 3 Mangoldblätter in Streifen schneiden, zur Seite stellen. Oliven grob zerkleinern. Knoblauch zerdrücken.

Olivenöl in einer kleinen Pfanne erhitzen und den Mangold, die Pinienkerne und die Knobaluchzehne dazugeben und anbraten, bis die Nüsse Farbe annehmen. Die Pfanne von der Platte nehmen und Kapern mit Flüssigkeit, Oliven, Safranwasser, Essig, Mangoldblätter, Zucker und eine Prise Salz dazugeben. Knoblauchzehe entfernen. Nach dem Abkühlen die Granatapfelkerne, Basilikum und Zitronenschale unterrühren.

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Den Lachs mit 1 EL Olivenöl bestreichen und mit Salz und Pfeffer würzen. In der heißen Grillpfanne (oder auf dem Grill) von jeder Seite ca. 3-4 Minuten grillen. Normale Pfanne geht auch, aber ich wollte Grillstreifen :-). Der Lachs ist perfekt, wenn er in der Mitte noch ganz leicht glasig ist.

Mit der Salsa servieren. Bei uns gab es dazu einen Stampf aus Süßkartoffel, Kartoffeln und Sellerie. 1 kleine Süßkartoffel, 2 -3 kleine Kartoffeln und ein Stück Sellerie in Würfel schneiden und ca. 15 Minuten weich kochen. 100 ml heiße Milch dazu und grob stampfen. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Enjoy your meal und vielen lieben Dank für die Inspiration, Bridget und die Herren Dempsey und Ottolenghi! Es war köstlich!

 

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Ein Herbst-Must-Eat! Zwiebelkuchen, heute mal vegan

Zwiebelkuchen – das perfekte Soulfood für Herbst und Winter, heute als vegane Version

Herbst, ick hör‘ Dir trapsen und zwar nicht zu leise!
Gerade noch haben wir die Zehen in den warmen Sand gegraben und bei eisgekühltem Sangria dem Meeresrauschen gelauscht, um 2 Flugstunden später in der Kürbis-, Kastanien- und Strickmantel-Saison anzukommen. Brrrrrrr! Das ging mir doch ein bisschen schneIl. Zum Trost brauche ich Soulfood! Ein neuer Strickmantel täte es auch, ist aber noch nicht in Sicht.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe jede einzelne Jahreszeit und möchte auf keine verzichten. Die Dinge, die ich am Herbst besonders mag, würden mehrere Blogbeiträge füllen. Für heute konzentrieren wir uns mal auf meinen liebsten Herbsteinstieg – würzigen, saftigen Zwiebelkuchen, am liebsten standesgemäß mit Federweißem. Ein herbstliches Dreamteam, findet Ihr nicht auch? Falls Ihr Federweißer nicht kennt, das ist neuer Weißwein, der noch nicht fertig gegoren ist. Gibt es übrigens auch in der Rotwein-Variante, da heißt er Federroter.

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Und da wir wieder VegEnd (veganes Wochenende) haben, kommt der Zwiebelkuchen heute mal in der tierfreien Version ins Haus, sprich ohne Eier, Schmand und Speck. Ich verspreche, er ist nicht minder lecker – probiert es aus! Diese knusprigen Tofu-Stückchen sind eine Offenbarung, ich sag‘ es Euch! Wer nicht auf Speckgeschmack steht, lässt sie einfach weg.

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Zwiebelkuchen vegan

Hefeteig:

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 150g Weizenmehl
  • 150g Dinkelmehl
  • 1 gestrichene TL Salz
  • 50 ml Rapsöl

Belag:

  • 700g Zwiebeln
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • ca. 200g Sojaquark natur
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • 50g Räuchertofu oder vegane Landjäger

Für den Teig den Hefewürfel in eine Schüssel bröseln, mit dem Zucker bestreuen und 1 EL lauwarmes Wasser dazugeben, alles verrühren.

Beide Mehlsorten mit Salz mischen und zusammen mit dem restlichen Wasser und dem Öl in die Schüssel zur Hefemischung geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt für eine Stunde an einen warmen Ort stellen. Ich lasse meinen Hefeteig immer gut eingepackt unter der Bettdecke im Wasserbett gehen :-)

Geschälte Zwiebeln und Lauch (den weißen Teil) in Streifen schneiden. Am schnellsten und weitgehend tränenfrei geht das mit der Küchenmaschine. Beides in 2 EL Pflanzenöl ca. 10 Minuten anschwitzen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Wer Kümmel mag, gibt ca. 1 TL dazu. Ist nicht jedermanns Sache, macht den Zwiebelkuchen aber bekömmlicher.

Die Zwiebelmasse etwas abkühlen lassen und den Sojaquark untermischen. Nochmals abschmecken. Der Hefeteig sollte inzwischen sein Volumen etwa verdoppelt haben. Teig ausrollen und in eine Tarte- oder Springform geben. Die Tofuwürfelchen könnt Ihr in etwas Öl anbraten oder direkt in bzw. auf die die Zwiebelmasse geben. Zwiebelmasse auf dem Teig verteilen und alles für ca. 50 Minuten bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen backen.

Die Menge passt für eine Springform oder Tarteform. Für ein Blech verdoppelt Ihr einfach die Mengen.

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Ich liebe Zwiebelkuchen lauwarm, er schmeckt aber auch kalt sehr gut. Außerdem lässt er sich bestens vorbereiten und vor dem Servieren noch ein paar Minuten im heißen Ofen wieder auf Temperatur bringen. Falls etwas übrig bleibt (seeeehr unwahrscheinlich), kann man die Stücke auch einfrieren. Ein wahres Allroundtalent also!

Und jetzt sage ich Euch, was ganz wahrscheinlich geschehen wird. Hat mir das Zwiebelschalen-Kaffeesatz-Orakel geflüstert …
Ich habe meinen Paps für heute Abend zum Zwiebelkuchen-Essen eingeladen, Herbst-Kick-Off, quasi! Er ist natürlich auch fleißiger Blogleser. Und ich wette, noch bevor er diesen Artikel zu Ende gelesen hat, wird er den Hörer in die Hand nehmen und in etwa diesen Satz sagen: „Sag mal, du lädst mich ein zum Zwiebelkuchen-Essen und dann gibt es den in VEGAAAAAN? Mit TOOOOFU??!“ Hört Ihr das Entsetzen zwischen den Buchstaben? :-)

Dazu muss man wissen – ich komme aus einer Familie, in der Hühnchen nicht als Fleisch angesehen wird. Familien-Running-Gag sozusagen. Meine Mutter hat mich sicher noch nach 3 Jahren meiner fleischlosen Ernährung gefragt „aber Hühnchen isst Du doch?“. 3, 2, 1 … tief durchatmen … „Nein, Mama. Kein Hühnchen. Überhaupt kein Fleisch, Wurst auch nicht“.

Jetzt kannst Du tief durchatmen, Paps. Für Euch habe ich noch eine traditionelle Variante!

Happy Veg-End / Weekend wünsche ich Euch allen!

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O’zapft is! Zünftiger Brezen-Panzanella (vegan)

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Servus, Ihr Lieben! Heute beginnt die Wiesn, Münchens fünfte Jahreszeit! Wenn Ihr an die kulinarischen Genüsse auf dem Oktoberfest denkt, was kommt Euch zuerst in den Sinn? OK, Bier – das war nicht schwierig. Ansonsten erscheint vor Eurem geistigen Auge sicher Deftiges wie Schweinshaxn, Weißwurst und Steckerlfisch oder auch süße Verführungen wie Lebkuchenherzen, Millirahmstrudel und Kaiserschmarrn. Weiterlesen „O’zapft is! Zünftiger Brezen-Panzanella (vegan)“

Betrunkene Pasta oder Ein Abend mit Sophia Loren

Signora Loren zu Gast im Hause UnterFreunden? Echt jetzt?
Da seht Ihr mal, was eine ganze Flasche Rotwein im Essen anrichtet. Die wunderbare Grand Dame des italienischen Filmes war natürlich nicht bei uns zum Pasta-Dinner. Aber im Geiste, da war sie in jedem Fall anwesend!

Viele großartige Aussagen hat sie geprägt, eine der bekanntesten ist sicherlich „Alles, was Sie hier sehen, verdanke ich Spaghetti“. Allein dieser Satz reichte schon aus, um mich lebenslang zum Fan zu machen!

Mit dem Food-Trend aus 2015, den Gemüsenudeln, kann ich ja so gar nix anfangen. Um Missverständnissen vorzubeugen, wir reden hier von Nudeln AUS Gemüse, nicht mit Gemüse. Ich will damit keineswegs sagen, dass sie mir nicht schmecken. Es gibt wirklich leckere Varianten. Mein Problem ist eher, dass ich davon nicht satt werde! Ich brauche richtige Nudeln und ich schwöre auf die vielverschmähten Carbs (Kohlenhydrate).

Wie habe ich mich gefreut, als ich die Tage diesen Artikel in der ELLE über „Betrunkene Nudeln / Drunken Pasta“ entdeckt habe. DAS ist doch mal ein Food-Trend ganz nach meinem Geschmack!  Am Wochenende kamen sie dann auf den Tisch. Tolle Optik, feiner Geschmack und schnell auf dem Tisch. Sophia wäre begeistert – ganz sicher. Wir waren es auf jeden Fall!

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„Betrunkene“ Nudeln

(3 – 4 Portionen)

400g Spaghetti
1 Flasche Rotwein (0,75 Liter)
½ Kopf Broccoli
1 – 2 Zehen Knoblauch, klein gewürfelt
2 EL Olivenöl
Salz
Pfeffer
1 EL Zucker
Parmesan
Pinienkerne

Broccoli in Röschen schneiden und in Salzwasser ca. 3 Minuten kochen. Mit der Schaumkelle aus dem Wasser nehmen und die Spaghetti im gleichen Wasser 4 Minuten kochen, dann abschütten und mit kaltem Wasser abspülen. (Ich weiß, bei jedem Pastagericht ein dreifaches No-Go, aber bei diesem Rezept wichtig).

Rotwein und Zucker aufkochen und 8 Minuten kochen lassen.
Die Spaghetti zugeben (Top-Tipp: Nicht im weißen Shirt kochen und die Nudeln LANGSAM in den Wein gleiten lassen …). Die Pasta im Rotwein ca. 5 Minuten köcheln lassen, bis die gesamte Flüssigkeit aufgenommen wurde.

In der Zwischenzeit den Knoblauch in 1 EL Olivenöl anbraten und die Broccoli-Röschen dazugeben, ca. 5 Minuten braten. In einer kleinen Pfanne die Pinienkerne ohne Öl rösten. Parmesan reiben.

Pasta und Broccoli zusammenmischen, 1 EL Olivenöl dazugeben und mit Pinienkernen und Parmesan anrichten.

Dazu gerne ein Glas Rotwein. Nur zu, der Alkohol in der Pasta ist ja beim Kochen verdampft. Bestimmt!

Buon Appetito!

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Und weil es so schön war, beenden wir den Beitrag auch noch mit einem Satz von Sophia Loren „Schlechtes Essen verdirbt die Laune“. Und das wollen wir ja nicht. Daher gerne nachkochen! Gute Laune garantiert!

Ciao Ragazzi – lasst es Euch gut gehen!

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Eure Marion