10 Dinge, auf die ich mich im Herbst freue – meine „I LOVE FALL“ Bucket-List!

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Lieber Sommer! Du hast Dich selbst übertroffen. Hast uns endlose Tage in Bikini, Shorts und Flip-Flops beschert, den Eis-Konsum vervielfacht und Langarmshirts im Schrank verstauben lassen. Du hast nach Sonnencreme und Wassermelone geduftet und neue Sonnensprossen sprießen lassen. Warst in diesem Jahr die traumgewordene Antwort auf Rudi Carells Frage „Wann wird’s mal wieder richtig Sommer?“ Es war wunderschön mit Dir.

Aber jetzt darfst Du langsam Platz machen für Nächte, in denen wir entspannt schlafen können. Für Tage, an denen der Regen das Blumengießen übernimmt und wir in Pfützen springen können. Für Strickjacken-Abende! Für den Herbst, möge er golden werden! Ich gestehe, ich bin ein klitzeklein wenig übersommert. Das hat wahrscheinlich auch die wohl früheste Herbst Bucket-List aller Zeiten motiviert! Weiterlesen „10 Dinge, auf die ich mich im Herbst freue – meine „I LOVE FALL“ Bucket-List!“

Kürbis | Maronen | Linsen – hippe Herbst-Trilogie

„Ist gefüllter Kürbis nicht total Siebziger Jahre?“, fragt der Liebste angesichts der Rezeptplanung. Siebziger Jahre?! Hallo! Das hab‘ ich genauso auf der Elle Bistro, Food & Gedöns, Jamie Irgendwas gesehen! Pah, nennen wir es wenigstens Retro, das klingt zumindest hip! Womit wir schon beim Thema wären. Ist Euch das schon aufgefallen? Seit einiger Zeit lesen sich die Speisekarten in hippen Restaurants extrem puristisch. Da steht dann nur noch

Kürbis | Maronen | Linsen

statt wie noch vor einigen Jahren „Ofengebackener Hokkaido mit Senfrahmlinsen an Maronen“. Huch, jetzt habe ich Euch ja schon verraten, was es heute gibt! Die hippe Dreifaltigkeit ist übrigens nur echt mit dem senkrechten Strich, der „Pipe“ heißt, wie ich gerade gelernt habe. Auf keinen Fall einen schnöden Schrägstrich verwenden! Wo kämen wir denn dahin? Womöglich in die Siebziger!

Sobald das erste Blatt vom Baum fällt und die Tage kürzer werden, bekomme ich Lust auf Kürbis. Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, müssen die Teller dampfen und es kommt wärmendes Soulfood auf den Tisch. Der November schmeckt für mich nach Kürbis und Maronen. Das heutige Rezept hat sich extra hübsch für Euch in Schale geworfen – total retromäßig, versteht sich!

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Wer sich über die Schleife um den Kürbisbauch wundert – das muss so! Nee, geschwindelt … Ich war so beschäftigt damit, das Foto-Set nett herzurichten, dass ich den Kürbis im Ofen ganz vergessen hatte. Dem Geschmack hat es nicht geschadet, aber die Suppenschüssel hat ein paar Risse bekommen :-)

Noch ein Wörtchen in Sachen Optik: Es ist nicht unbedingt nötig, die Linsen im Kürbis zu servieren. Aber es sieht um ein Vielfaches besser aus! Nun ist so ein gemeiner Linseneintopf nicht wirklich fotogen. Wer schon mal einen vor der Linse hatte (hach, Wortspiel!), weiß wovon ich rede. Hier handelt es sich um einen typischen Fall von „nicht schön, aber soooo köstlich“!  

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

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Für meine Kategorie „VegEnd – das vegane Wochenende“ gibt es heute die fleischlose Variante. Ihr könnt aber auch ganz einfach den Räuchertofu gegen Speckwürfelchen austauschen, wenn Ihr keinen Tofu mögt. Aber: Der Mann im Hause ist Fleischesser und ist bei der Veggie-Variante vor Wonne fast in die Knie gegangen. Gebt dem Tofu eine Chance :-)

Kürbis | Maronen | Linsen
(4 – 6 Portionen)

200g Puy-Linsen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis*
100g Maronen (vorgegart)
1 Bund Suppengrün (Möhre / Lauch / Sellerie)
1 Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
50g Räuchertofu
1 TL Tomatenmark
ca. 1l Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin / 2 Zweige Thymian
3 EL Pflanzenöl
Salz / Pfeffer

150g Pflanzensahne (ich habe Alpro Cuisine Soya verwendet)
je 1 EL mittelscharfer und körniger Senf

  1. Kürbis abwaschen, den Deckel abschneiden und aushöhlen, Kerne und Fasern entsorgen. Die Innenseite mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer ausreiben. Evtl. unten ein kleines Stück abschneiden, so dass der Kürbis gerade steht. Bei 160 Grad ca. 30 – 40 Minuten im Ofen garen.
  2. In der Zwischenzeit Suppengrün und Zwiebel klein schneiden, Knoblauch pressen und Räuchertofu klein würfeln. Die Maronen grob hacken. Alles in 2 – 3 EL Pflanzenöl anbraten. Linsen kurz abspülen und dazugeben. Tomatenmark dazugeben und mit der heißen Gemüsebrühe auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Die gewaschenen Kräuterzweige dazugeben. Bei kleiner Hitze 30 – 40 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind, aber noch etwas Biss haben.
    TIPP: Erst zum Schluss salzen, sonst bleiben die Linsen hart!
  3. In einem kleinen Topf die Sahne mit dem Senf erwärmen und unter die Linsen rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kräuterzweige vor dem Servieren entfernen.
  4. Linsen in den Kürbis füllen und servieren. Beim Essen einfach das weiche Kürbisfleisch mit auslöffeln.

Wenn Ihr keinen Wert darauf legt, dass die Linsen IM Kürbis serviert werden, schneidet Ihr einfach etwa einen halben Kürbis in grobe Stücke (Schale kann dranbleiben) und legt sie auf ein Backblech, am besten auf Backpapier. Etwas Öl dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen bei 175 Grad für ca. 20 Minuten rösten, bis sie weich sind. Am Ende zu den Linsen dazugeben.

Ihr könnt die Kürbisstücke auch zusammen mit dem anderen Gemüse im Topf anbraten, wenn Ihr Geschirr sparen wollt, aber die ofengerösteten Varianten schmecken noch besser, finde ich.

*Wenn Ihr jede Portion im Kürbis servieren möchtet, braucht Ihr natürlich mehrere :-)

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie


Wonach schmeckt der Herbst für Euch? Was kommt bei Euch im November auf den Tisch?

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

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Herbstliche Grüße und ein schönes Wochenende für Euch!

Marion

Süßes oder Saures? Beides! Apfel-Pflaumen-Crumble

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Ich hoffe, Ihr seid Süßschnäbel – ich habe schon wieder gebacken! Weiterlesen „Süßes oder Saures? Beides! Apfel-Pflaumen-Crumble“

Bananenbrot mit Kokosnusskleid, äh -füllung (und Ohrwurm-Gefahr!)

So lieber Herbst, ich bin bereit für Dich! So ganz langsam darfst Du Einzug halten. Ich mag Deine raschelnden Blätter in den schönsten Farben, kuschelige Schals um den Hals, gemütliche Abende am Kamin und die Antwort auf die Frage – was mache ich in der kalten Jahreshälfte mit den braun gewordenen Bananen? Weiterlesen „Bananenbrot mit Kokosnusskleid, äh -füllung (und Ohrwurm-Gefahr!)“

Ein Herbst-Must-Eat! Zwiebelkuchen, heute mal vegan

Zwiebelkuchen – das perfekte Soulfood für Herbst und Winter, heute als vegane Version

Herbst, ick hör‘ Dir trapsen und zwar nicht zu leise!
Gerade noch haben wir die Zehen in den warmen Sand gegraben und bei eisgekühltem Sangria dem Meeresrauschen gelauscht, um 2 Flugstunden später in der Kürbis-, Kastanien- und Strickmantel-Saison anzukommen. Brrrrrrr! Das ging mir doch ein bisschen schneIl. Zum Trost brauche ich Soulfood! Ein neuer Strickmantel täte es auch, ist aber noch nicht in Sicht.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe jede einzelne Jahreszeit und möchte auf keine verzichten. Die Dinge, die ich am Herbst besonders mag, würden mehrere Blogbeiträge füllen. Für heute konzentrieren wir uns mal auf meinen liebsten Herbsteinstieg – würzigen, saftigen Zwiebelkuchen, am liebsten standesgemäß mit Federweißem. Ein herbstliches Dreamteam, findet Ihr nicht auch? Falls Ihr Federweißer nicht kennt, das ist neuer Weißwein, der noch nicht fertig gegoren ist. Gibt es übrigens auch in der Rotwein-Variante, da heißt er Federroter.

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Und da wir wieder VegEnd (veganes Wochenende) haben, kommt der Zwiebelkuchen heute mal in der tierfreien Version ins Haus, sprich ohne Eier, Schmand und Speck. Ich verspreche, er ist nicht minder lecker – probiert es aus! Diese knusprigen Tofu-Stückchen sind eine Offenbarung, ich sag‘ es Euch! Wer nicht auf Speckgeschmack steht, lässt sie einfach weg.

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Zwiebelkuchen vegan

Hefeteig:

  • 1/2 Würfel frische Hefe
  • 1 Prise Zucker
  • 150 ml lauwarmes Wasser
  • 150g Weizenmehl
  • 150g Dinkelmehl
  • 1 gestrichene TL Salz
  • 50 ml Rapsöl

Belag:

  • 700g Zwiebeln
  • 2 Stangen Lauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • ca. 200g Sojaquark natur
  • Salz, Pfeffer, Kümmel
  • 50g Räuchertofu oder vegane Landjäger

Für den Teig den Hefewürfel in eine Schüssel bröseln, mit dem Zucker bestreuen und 1 EL lauwarmes Wasser dazugeben, alles verrühren.

Beide Mehlsorten mit Salz mischen und zusammen mit dem restlichen Wasser und dem Öl in die Schüssel zur Hefemischung geben. Alles zu einem glatten Teig verkneten und abgedeckt für eine Stunde an einen warmen Ort stellen. Ich lasse meinen Hefeteig immer gut eingepackt unter der Bettdecke im Wasserbett gehen :-)

Geschälte Zwiebeln und Lauch (den weißen Teil) in Streifen schneiden. Am schnellsten und weitgehend tränenfrei geht das mit der Küchenmaschine. Beides in 2 EL Pflanzenöl ca. 10 Minuten anschwitzen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Wer Kümmel mag, gibt ca. 1 TL dazu. Ist nicht jedermanns Sache, macht den Zwiebelkuchen aber bekömmlicher.

Die Zwiebelmasse etwas abkühlen lassen und den Sojaquark untermischen. Nochmals abschmecken. Der Hefeteig sollte inzwischen sein Volumen etwa verdoppelt haben. Teig ausrollen und in eine Tarte- oder Springform geben. Die Tofuwürfelchen könnt Ihr in etwas Öl anbraten oder direkt in bzw. auf die die Zwiebelmasse geben. Zwiebelmasse auf dem Teig verteilen und alles für ca. 50 Minuten bei 175 Grad im vorgeheizten Backofen backen.

Die Menge passt für eine Springform oder Tarteform. Für ein Blech verdoppelt Ihr einfach die Mengen.

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Ich liebe Zwiebelkuchen lauwarm, er schmeckt aber auch kalt sehr gut. Außerdem lässt er sich bestens vorbereiten und vor dem Servieren noch ein paar Minuten im heißen Ofen wieder auf Temperatur bringen. Falls etwas übrig bleibt (seeeehr unwahrscheinlich), kann man die Stücke auch einfrieren. Ein wahres Allroundtalent also!

Und jetzt sage ich Euch, was ganz wahrscheinlich geschehen wird. Hat mir das Zwiebelschalen-Kaffeesatz-Orakel geflüstert …
Ich habe meinen Paps für heute Abend zum Zwiebelkuchen-Essen eingeladen, Herbst-Kick-Off, quasi! Er ist natürlich auch fleißiger Blogleser. Und ich wette, noch bevor er diesen Artikel zu Ende gelesen hat, wird er den Hörer in die Hand nehmen und in etwa diesen Satz sagen: „Sag mal, du lädst mich ein zum Zwiebelkuchen-Essen und dann gibt es den in VEGAAAAAN? Mit TOOOOFU??!“ Hört Ihr das Entsetzen zwischen den Buchstaben? :-)

Dazu muss man wissen – ich komme aus einer Familie, in der Hühnchen nicht als Fleisch angesehen wird. Familien-Running-Gag sozusagen. Meine Mutter hat mich sicher noch nach 3 Jahren meiner fleischlosen Ernährung gefragt „aber Hühnchen isst Du doch?“. 3, 2, 1 … tief durchatmen … „Nein, Mama. Kein Hühnchen. Überhaupt kein Fleisch, Wurst auch nicht“.

Jetzt kannst Du tief durchatmen, Paps. Für Euch habe ich noch eine traditionelle Variante!

Happy Veg-End / Weekend wünsche ich Euch allen!

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