Die süßeste Adresse in Amsterdam: SWEET BOB und ein Rezept für Brigadeiros, die kultigen Kugeln aus Brasilien

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Schon wieder Pralinen? Mitnichten, meine lieben Freunde des süßen Hüftgoldes. Das sind Brigadeiros! Briga-was? So ging es mir auch. Ich hatte davon noch nie gehört, bis wir im letzten Hollandurlaub zufällig diesen zauberhaften Laden in Amsterdam entdeckt haben. Weiterlesen „Die süßeste Adresse in Amsterdam: SWEET BOB und ein Rezept für Brigadeiros, die kultigen Kugeln aus Brasilien“

Happy New Year! Von Glückstrauben und (nicht ganz gelungenen) Knallbonbons

„Also geschmacklich sind die großartig …“ – der Liebste kaut begeistert.
Ihr ahnt, was kommt! Das ABER hat mich heute gelehrt – verschiebe kein Silvesterrezept auf den letzten Drücker. Denn wenn man so gar keine Zeit hat, einen zweiten Versuch zu starten, dann geht garantiert etwas schief!

Ein Knaller sollten sie werden, natürlich nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Ein Highlight auf dem Silvesterbuffet – meine Knallbonbons mit zweierlei Käsefüllung. Aaaaahs und Ooooohs sollten sie ernten, noch lange vor dem Feuerwerk! Der Duft aus dem Ofen versprach Verheißungsvolles, der Blick aufs Blech weniger. Waaaaaaaah, aufgeplatzte Päckchen mit herausquellendem Käse. So war das nicht geplant. Ich hatte eher so etwas im Sinn wie „Das Beste kommt zum Schluss“ oder „Das Jahr endet mit einem Knaller“. Mennoooo!

Unterfreundenblog Silvester Knallbonbons Buffet Partyfood Happy New Year

Ein paar wenige sind gelungen, auch wenn ich von einem optischen Knaller hier nicht reden möchte. Ich habe Filoteig (auch Yufka- oder Strudelteig genannt) gefüllt mit zwei Käsecremes. Eine herzhaft-würzige Feta-Variante mit Oliven, getrockneten Tomaten, Knobi, Oregano und Pinienkernen und eine cremig-süßliche Version aus Ziegenfrischkäse, gehackten Walnüssen und Honig.  Wenn also Euer Augenmerk eher auf dem Geschmack liegt oder Ihr den Ehrgeiz habt, perfekte Knallbonbons zu machen – nur zu. Denn geschmacklich sind sie wirklich mindestens Aaaaah, Ooooooh und Mmmmmhmmmm! Auch Tipps, wie die Füllung IM Teig bleibt, sind herzlich Willkommen :-)

Lasst uns schnell weiterschalten von meinen geplatzten Silvesterträumen zu einer schönen Tradition. Wisst Ihr, wie die Spanier das neue Jahr begrüßen? Sie essen 12 Glückstrauben, die „Uvas de la suerte“! Kurz vor Mitternacht wird zu jedem Glockenschlag eine Traube gegessen. Die Trauben stehen für die 12 Monate des Jahres und wer es schafft, alle zu essen, dem steht für das kommende Jahr viel Glück ins Haus. Der Rhythmus der Schläge wurde übrigens verlangsamt, da es kaum möglich war, jede Sekunde eine Traube zu schlucken, was zu wilden Protesten geführt hat ;-)

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

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In Spanien gibt es 12 Trauben schon abgepackt in Tütchen zu kaufen, gerne auch entkernt und geschält! Aber wer braucht schon Tütchen, wenn er die süßen Früchtchen auch dekorativ ins Champagner- oder Sektglas stellen kann? Besonders hübsch machen sich die roten Trauben in Rosé-Sekt oder wie hier in einer alkoholfreien Variante. In verdünntem Trauben- oder Kirschsaft serviert können auch Kinder oder Fahrer mittrinken! Einfach auf einen Schaschlikspieß und rein damit!

Auf die Spitze des Spießes könnt Ihr noch ein bisschen Deko anbringen. Ist ja schließlich Silvester! Die schwarzen Kreise gibt es aktuell bei Depot. Ich habe sie mit weißem Edding beschriftet. Ihr könnt auch Tonpapier ausstanzen oder ausschneiden. Muss auch nicht rund und schwarz sein, güldene oder silberne Sterne sind auch hübsch und gehen immer. Also doch noch ein optischer Knaller auf dem Buffet, puh! Meine Trauben sind etwas zu groß, so dass ich beim besten Willen keine 12 auf einen Spieß bekommen habe. Aber wir nehmen einfach 2 Gläser, oder? Schaffen wir – ist ja schließlich Silvester!

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Ihr Lieben, egal wie Ihr das Neue Jahr begrüßt, ob beim Feiern mit Freunden oder gemütlich bei Dinner for One auf der Couch – ich wünsche Euch nur das Beste und esse für jeden von Euch eine Glücksweintraube mit!

Habt einen großartigen Start in ein glückliches Neues Jahr!

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Eure Marion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dezemberkalorien zählen nicht! Eierlikör mit Tonkabohne und ein Bombardino im Schnee

Annette trägt die schönsten Kleider, hat immer blendende Laune und macht den besten Eierlikör. Annette ist meine Kollegin und hat mich letzte Woche mit den Geschenken aus ihrer Küche auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen. Nach einer rasanten Talfahrt mit zimtigem Quittengelee (Annette! Quitte!! Bitte nicht!!! Undankbare Göre, ich!) folgte ein raketenhafter Aufstieg in ungeahnte Höhen mit dem köstlichsten Eierlikör ever.

Nun reicht meine Liste der „Muss ich unbedingt mal kochen-Ideen“ ungefähr von hier bis Feuerland, aber Eierlikör befand sich bisher nicht darauf. Warum eigentlich nicht? Jedenfalls hat sich das im Moment der Eierlikör-für-alle-Runde nach nach der Mittagspause spontan geändert. Das Likörchen ist quasi als höchster Neueinstieg der Woche von Null direkt an die Spitze geschossen.

Unterfreundenblog Rezept Eierlikör mit Tonkabohne Bombardino

Wer mich kennt, der weiß – eigentlich koche ich gerne nach Rezept. Zumindest beim ersten Mal, damit ich weiß, wie es schmecken sollte. Seit ich blogge, bin ich in der Hinsicht entspannter geworden. Improvisation ist King … dachte ich! Das klassische Rezept verlangte nach Kondensmilch (war keine im Haus) und beim letzten Einkauf hatte ich Tonkabohnen mitgenommen. Geboren war die Idee, den Eierlikör mit Tonka-aromatisierter Mandelmilch herzustellen. Klingt toll, schmeckt aber nicht! Manchmal hat ein klassisches Rezept durchaus seine Berechtigung, musste ich feststellen. Die Mandelmilch-Variante blieb dünnflüssig, farblos und lahm, bäh! Klassischer Rezepte-Fail!

Nächster Tag, nächster Versuch. Eigentlich wollte/sollte ich ja Weihnachtsgeschenke besorgen. Stattdessen stand ich ab 8 Uhr morgens am Herd und rührte, mixte und wasserbadete, was das Zeug hält. Das Ergebnis waren 4 Flaschen güldener, cremiger und wahnsinnig leckerer Eierlikör und eine beschickerte Bloggerin am Vormittag. Ich musste ja kosten, vergleichen und optimieren!

Die Tonkabohne hat es übrigens doch noch ins Rezept geschafft. Das kleine, schwarze Böhnchen ist ein Gewürz, das ungefähr so duftet und schmeckt, als hätte man Vanille mit Karamell, Rum und Mandeln vermischt, himmlisch!

Unterfreundenblog Rezept Eierlikör mit Tonkabohne Bombardino

Eierlikör mit Tonkabohne

  • 8 Eigelb
  • 1 EL Vanillezucker (gerne selbstgemacht*)
  • 250g Puderzucker
  • 340 ml Kondensmilch ungezuckert
  • 250 ml Rum 54%
  • 1/2 Tonkabohne (alternativ 1/2 Vanilleschote)

Eidotter und Vanillezucker mit dem Mixer oder der Küchenmaschine so lange schlagen, bis eine hellgelbe, luftige Creme entsteht. Puderzucker unterrühren und Kondensmilch und Rum** dazugeben. Eine halbe Tonkabohne in die Masse reiben. Das geht am besten mit einer Muskatreibe. Alternativ könnt Ihr die ganze Bohne (oder eine halbe aufgeschlitzte Vanilleschote) mit erhitzen.

Nun wird alles im Wasserbad auf dem Herd langsam erhitzt. Stellt dazu den kleineren Topf mit der Eierlikörmasse in einen großen Topf mit Wasser. Die Masse immer wieder mit einem Schneebesen umrühren. Sie soll heiß sein, aber auf keinen Fall kochen, sonst stockt das Ei! Wenn die Masse schön dickflüssig und cremig ist, füllt Ihr sie noch heiß in saubere Flaschen ab.

Kühl lagern!

Ergibt etwas mehr als 1 Liter.

Kleiner Nachtrag: Der Eierlikör wird in den Flaschen noch etwas dickflüssiger. Wenn Ihr also Flaschen mit schmalen Hals verwendet, kommt er nicht mehr so einfach aus der Flasche, wie ich eben festgestellt habe. Zum Ausschenken könnt Ihr dann mit etwas Milch, Mandelmilch oder Rum verdünnen

*Tipp: Vanillezucker selbst machen ist ganz einfach. Wenn Ihr vom Backen ausgekratzte Vanilleschoten übrig habt, werft sie auf keinen Fall weg, sondern steckt sie in ein Glas mit Zucker. Sie geben noch ein tolles und natürliches Aroma ab und Ihr habt immer Vanillezucker vorrätig.

** Ich habe zur Hälfte weißen und braunen Rum verwendet. Ihr könnt nehmen, was Ihr vorrätig habt oder bevorzugt.

Unterfreundenblog Rezept Eierlikör mit Tonkabohne Bombardino

Manch einer ordnet ja Eierlikör jahreszeitenmäßig eher dem Frühjahr/Ostern zu. Ich halte es mit dem Motto „Keine Feier ohne Eier“ und stoße mit Euch auf die nahenden Feiertage an. Und weil für viele der Skiurlaub vor der Tür steht, verrate ich Euch gleich noch mein liebstes Apres-Ski-Getränk – den Bombardino!

Kennt Ihr nicht? Bombardino ist ein heißer italienischer Pisten-Cocktail, der gerne auf Südtiroler Skihütten serviert wird. Er besteht hauptsächlich aus Kalorien :-). Ich habe ihn etwas entschärft und eine Light-und-trotzdem-lecker-Version für Euch kreiert.

Bombardino „light“

  • ca. 50 ml Eierlikör
  • Doppelter Espresso
  • Milchschaum
  • geriebene Tonkabohne oder Zimt (optional)

Eierlikör ins Glas füllen. Heißen Espresso vorsichtig dazugeben. Am besten langsam über einen Löffelrücken laufen lassen, damit sich die Schichten nicht vermischen. Darauf dann etwas Milchschaum. Wer mag, reibt noch etwas Tonkabohne darüber oder streut Zimt.

Unterfreundenblog Rezept Eierlikör mit Tonkabohne Bombardino EiEiEi

Unterfreundenblog Rezept Eierlikör mit Tonkabohne Bombardino

Zum Geschenke-Shopping am Nachmittag (2 Bombardinos später …) habe ich übrigens den Bus genommen!

Und falls Ihr abgelenkt wart, weil Ihr Euch die ganze Zeit gefragt habt, wo Feuerland liegt – an der Südspitze Südamerikas :-)

Ich wünsche Euch friedliche und entspannte Feiertage!

Unterfreundenblog Merry Xmas Espresso

Eure Marion

Guinness-Cake mit Salz-Karamell

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Heute darf ich zu Gast sein beim 2. Blog-Geburtstag der Schlemmerkatzen! Hip Hip Hurray und Happy Blogiversary!!

Und wie das so ist, wenn man bei Foodbloggern eingeladen ist, heißt es nicht etwa „bring‘ gerne was mit“, sondern da haben die Gastgeber ganz konkrete Wünsche. In diesem Fall ist zu ihrem B-Day ein Gericht gefragt, das entweder Bier enthält oder zu Bier passt.

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Und weil man Geburtstagskinder verwöhnen und Wünsche erfüllen soll, habe ich spontan zugesagt. Und hinterher gedacht „Mist, ich mag‘ gar kein Bier!“. Wein, Weib und Gesang wären mir deutlich näher gewesen. Das hatte der Schlemmerkater spontan ausgerufen, als es um die Themensuche für den Event ging. Aber Cat (der weibliche Part der Schlemmerkatzen) und das Bier haben sich letztlich durchgesetzt und ein nachträglicher Rückzieher geht gar nicht.

Und so begibt es sich, dass in meiner Zutatenliste zum ersten Mal Bier auftaucht. Es gibt Guinness Cake! Und wisst Ihr was? Das ist einer der besten Schokokuchen, die ich je gegessen habe. Ob es am Bier liegt? Oder am Salzkaramell? Oder den knackigen Pistazien obendrauf? Man weiß es nicht, aber er ist wahnsinnig saftig, unglaublich schokoladig und einfach überraschend fabulös! Bier ist nicht wirklich zu schmecken, aber das Guinness gibt dem Kuchen sicherlich eine besondere Note. Na dann Prost bzw. Sláinte und nochmals Happy B-Day, liebe Schlemmerkatzen!

Unterfreundenblog Guiness Cake zum Bloggeburtstag der Schlemmerkatze

Unterfreundenblog Guiness Cake zum Bloggeburtstag der Schlemmerkatze

Schokoladen Guinness Kuchen

250 ml Guinness Bier
275 g Mehl
250 g Butter
75g Kakao
300g Puderzucker
50g Brauner Zucker
140 g Saure Sahne
2 Eier (Größe L)
2 TL Natron
Mark einer Vanilleschote

  1. Ofen auf 180 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Springform (23 cm) fetten.
  2. Eier, Zucker und Vanille cremig schlagen, Saure Sahne dazugeben. Mehl, Kakao und Natron mischen und unterrühren.
  3. Guinness zusammen mit der Butter bei kleiner Hitze erwärmen, bis die Butter geschmolzen ist.
  4. Butter-Bier-Mischung unter den Teig rühren und alles in die gefettete Form geben. Nicht wundern, der Teig ist recht flüssig. Auf dem mittleren Rost für ca. 45 – 60 Minuten backen.
  5. Komplett auskühlen lassen, bevor Ihr das Salzkaramell auftragt.


Salzkaramell

  • 250g weiche Datteln (am besten Medjool)
  • 200 ml warmes Wasser
  • ¼ Tasse Nussmus (Mandelmus, Cashewmus o.ä.)
  • Eine Prise Meersalz
  1. Entsteinte Datteln für 10 Minuten in warmem Wasser einweichen. Das macht sie schön weich und cremig
  2. Alle Zutaten in einem Blender oder einer Küchenmaschine mixen, bis ein cremiges Karamell entsteht.  Je nach Beschaffenheit der Datteln könnt Ihr noch ein bisschen Flüssigkeit dazugeben, wenn die Creme zu fest ist.

1/2 Tasse Pistazien schälen, grob hacken und auf dem Kuchen verteilen. Wenn Ihr nur gesalzene bekommt, könnt Ihr das Meersalz im Karamell weglassen.

Ich hatte noch ein halbes Glas Pistazienmus im Kühlschrank, daher ist das Karamell bei mir etwas grünlich. Passt doch wunderbar zum irischen Guinness und den Pistazien! Das Auge nascht ja mit :-)

Für den Kuchenteig habe ich mich an einem Rezept der britischen Starköchin Nigella Lawson orientiert. Das Salzkaramell mit den Pistazien habe ich selbst kreiert. Fand ich irgendwie spannender als ein Frischkäse-Topping … nichts für ungut, Nigella :-))

Unterfreundenblog Guiness Cake zum Bloggeburtstag der Schlemmerkatze

Übrigens: In ein paar Tagen steht auch mein eigener Bloggeburtstag ins Haus. Und auch ich habe mir etwas einfallen lassen. Es gibt Geschenke! Und zwar für Euch, nicht für mich. Jaha, so bin ich! Uneigennützig bis zur Selbstaufgabe :-) Also, bleibt dran, es lohnt sich auf jeden Fall. Und auch die Schlemmerkatzen werden dabei eine kleine, feine Rolle spielen. Sie wissen es aber noch gar nicht, also pssst!

Liebste Grüße!

Marion

Kürbis | Maronen | Linsen – hippe Herbst-Trilogie

„Ist gefüllter Kürbis nicht total Siebziger Jahre?“, fragt der Liebste angesichts der Rezeptplanung. Siebziger Jahre?! Hallo! Das hab‘ ich genauso auf der Elle Bistro, Food & Gedöns, Jamie Irgendwas gesehen! Pah, nennen wir es wenigstens Retro, das klingt zumindest hip! Womit wir schon beim Thema wären. Ist Euch das schon aufgefallen? Seit einiger Zeit lesen sich die Speisekarten in hippen Restaurants extrem puristisch. Da steht dann nur noch

Kürbis | Maronen | Linsen

statt wie noch vor einigen Jahren „Ofengebackener Hokkaido mit Senfrahmlinsen an Maronen“. Huch, jetzt habe ich Euch ja schon verraten, was es heute gibt! Die hippe Dreifaltigkeit ist übrigens nur echt mit dem senkrechten Strich, der „Pipe“ heißt, wie ich gerade gelernt habe. Auf keinen Fall einen schnöden Schrägstrich verwenden! Wo kämen wir denn dahin? Womöglich in die Siebziger!

Sobald das erste Blatt vom Baum fällt und die Tage kürzer werden, bekomme ich Lust auf Kürbis. Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, müssen die Teller dampfen und es kommt wärmendes Soulfood auf den Tisch. Der November schmeckt für mich nach Kürbis und Maronen. Das heutige Rezept hat sich extra hübsch für Euch in Schale geworfen – total retromäßig, versteht sich!

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Wer sich über die Schleife um den Kürbisbauch wundert – das muss so! Nee, geschwindelt … Ich war so beschäftigt damit, das Foto-Set nett herzurichten, dass ich den Kürbis im Ofen ganz vergessen hatte. Dem Geschmack hat es nicht geschadet, aber die Suppenschüssel hat ein paar Risse bekommen :-)

Noch ein Wörtchen in Sachen Optik: Es ist nicht unbedingt nötig, die Linsen im Kürbis zu servieren. Aber es sieht um ein Vielfaches besser aus! Nun ist so ein gemeiner Linseneintopf nicht wirklich fotogen. Wer schon mal einen vor der Linse hatte (hach, Wortspiel!), weiß wovon ich rede. Hier handelt es sich um einen typischen Fall von „nicht schön, aber soooo köstlich“!  

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

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Für meine Kategorie „VegEnd – das vegane Wochenende“ gibt es heute die fleischlose Variante. Ihr könnt aber auch ganz einfach den Räuchertofu gegen Speckwürfelchen austauschen, wenn Ihr keinen Tofu mögt. Aber: Der Mann im Hause ist Fleischesser und ist bei der Veggie-Variante vor Wonne fast in die Knie gegangen. Gebt dem Tofu eine Chance :-)

Kürbis | Maronen | Linsen
(4 – 6 Portionen)

200g Puy-Linsen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis*
100g Maronen (vorgegart)
1 Bund Suppengrün (Möhre / Lauch / Sellerie)
1 Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
50g Räuchertofu
1 TL Tomatenmark
ca. 1l Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin / 2 Zweige Thymian
3 EL Pflanzenöl
Salz / Pfeffer

150g Pflanzensahne (ich habe Alpro Cuisine Soya verwendet)
je 1 EL mittelscharfer und körniger Senf

  1. Kürbis abwaschen, den Deckel abschneiden und aushöhlen, Kerne und Fasern entsorgen. Die Innenseite mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer ausreiben. Evtl. unten ein kleines Stück abschneiden, so dass der Kürbis gerade steht. Bei 160 Grad ca. 30 – 40 Minuten im Ofen garen.
  2. In der Zwischenzeit Suppengrün und Zwiebel klein schneiden, Knoblauch pressen und Räuchertofu klein würfeln. Die Maronen grob hacken. Alles in 2 – 3 EL Pflanzenöl anbraten. Linsen kurz abspülen und dazugeben. Tomatenmark dazugeben und mit der heißen Gemüsebrühe auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Die gewaschenen Kräuterzweige dazugeben. Bei kleiner Hitze 30 – 40 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind, aber noch etwas Biss haben.
    TIPP: Erst zum Schluss salzen, sonst bleiben die Linsen hart!
  3. In einem kleinen Topf die Sahne mit dem Senf erwärmen und unter die Linsen rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kräuterzweige vor dem Servieren entfernen.
  4. Linsen in den Kürbis füllen und servieren. Beim Essen einfach das weiche Kürbisfleisch mit auslöffeln.

Wenn Ihr keinen Wert darauf legt, dass die Linsen IM Kürbis serviert werden, schneidet Ihr einfach etwa einen halben Kürbis in grobe Stücke (Schale kann dranbleiben) und legt sie auf ein Backblech, am besten auf Backpapier. Etwas Öl dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen bei 175 Grad für ca. 20 Minuten rösten, bis sie weich sind. Am Ende zu den Linsen dazugeben.

Ihr könnt die Kürbisstücke auch zusammen mit dem anderen Gemüse im Topf anbraten, wenn Ihr Geschirr sparen wollt, aber die ofengerösteten Varianten schmecken noch besser, finde ich.

*Wenn Ihr jede Portion im Kürbis servieren möchtet, braucht Ihr natürlich mehrere :-)

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Wonach schmeckt der Herbst für Euch? Was kommt bei Euch im November auf den Tisch?

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Herbstliche Grüße und ein schönes Wochenende für Euch!

Marion