Bananenbrot mit Kokosnusskleid, äh -füllung (und Ohrwurm-Gefahr!)

So lieber Herbst, ich bin bereit für Dich! So ganz langsam darfst Du Einzug halten. Ich mag Deine raschelnden Blätter in den schönsten Farben, kuschelige Schals um den Hals, gemütliche Abende am Kamin und die Antwort auf die Frage – was mache ich in der kalten Jahreshälfte mit den braun gewordenen Bananen?

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Im Gegensatz zu anderen Personen in unserem Haushalt, die nicht genannt werden wollen, mag‘ ich Eis nur, wenn die Sonne scheint und wenn die Außentemperatur über 20 Grad liegt. Die köstliche N’Icecream, für die wir im Sommer die reifen Bananen an die Küchenmaschine verfüttert haben, ist daher also für den Moment auf Eis gelegt. Brüller-Wortspiel :-)

Die herbstliche Antwort auf das Problem „Schaaaaatz, die Bananen sind schon wieder braun und weich geworden“ kann daher nur lauten: Bananenbrot! Ein Zwischending aus Brot und Kuchen, das seinen Ursprung in USA oder Australien hat – so genau weiß das nicht mal Herr Google. Aber psssst, ich verrate Euch meine Theorie – eigentlich ist es ein Kuchen, der in Brotgestalt und mit Alibinamen daherkommt. Ganz egal! Etwas, das so lecker schmeckt und die braunen Bananen aus dem Obstkorb entführt, kann heißen, wie es will!

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Die Zutaten hatte ich – oh Wunder – alle da und konnte gleich loslegen. So mag ich das! „Zwei Apfelsinen im Haar und  an der Hüfte Bananen“ – ich summe und schwinge den Schneebesen! Kennt Ihr den Song? Falls nicht, hört unbedingt mal rein, ich habe das Video unten angehängt. Aber Achtung: akute Ohrwurm- und Gute-Laune-Gefahr!

Übrigens „an der Hüfte Bananen“ ist ein gutes Stichwort. Dieses Rezept geht nämlich NICHT AUF die Hüften, denn es kommt ohne extra Zucker aus. Die natürliche Süße der reifen Bananen ist vollkommen ausreichend. Da dies aber mein 100. Blogbeitrag ist, wollte ich Euch nicht nur ein Bananenbrot backen, sondern ein Bananenbrot mit cremiger Kokosnussfüllung. Und damit relativiert sich der Nicht-auf-die-Hüften-Faktor wieder ein wenig, höhö!

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Die Füllung war übrigens eine nächtliche Eingebung, sicher bedingt durch den Liedtext, denn ein Kokosnuss-Kleid kommt im Song auch vor. Lalalalalala! Nun kommt so eine Creme bzw. ein Frosting normalerweise AUF den Kuchen, aber da waren ja schon die gehackten Nüsse. Daher kam in diesem Fall die Creme IN den Kuchen. Ich mag diese verschiedenen Konsistenzen auf einer Gabel! Der saftige Kuchen, die knackigen Nüsse und die samtige Creme.

Bananenbrot mit Kokosfüllung 

Zutaten Kuchen:
3 reife Bananen
80g Kokosöl
1 Ei*
200g Weizenvollkornmehl
100g Nüsse
1 EL Ahornsirup
1 EL Backpulver
1 TL Zimt

Bananen zerdrücken, Kokosöl schmelzen. Bananen mit Kokosöl, Ahornsirup und Ei gut verrühren. *Wenn Ihr kein Ei nehmen möchtet, nehmt einfach mehr Banane, Apfelmus oder Ei-Ersatz.
Nüsse hacken, 1/4 davon zur Seite stellen.
Mehl, Backpulver und Zimt mischen.
Die trockenen und flüssigen Zutaten nur solange verrühren, bis sie gut verbunden sind. 3/4 der gehackten Nüsse dazugeben.

Eine Kastenform mit etwas Kokosöl einpinseln und Teig einfüllen.
Die restlichen gehackten Nüsse obendrauf geben.
Im vorgeheizten Backofen bei 175 Grad (keine Umluft) ca. 45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen. In der Form auskühlen lassen.

Der Kuchen schmeckt so schon lecker – das Frosting/die Füllung ist das i-Tüpfelchen, und ganz einfach aus nur 3 Zutaten gemacht!

Zutaten Creme:
1 große Dose (560g) Kokoscreme (Achtung! Nehmt Coconut Cream, keine Kokosmilch – die wird nicht fest genug. Ich habe meine Kokoscreme im Asia-Laden gekauft)
1 – 2 TL Ahornsirup
1/4 TL Vanilleextrakt oder Mark einer halben Vanilleschote

Die Kokoscreme 24 Stunden kalt stellen. Nicht schütteln :-)
Nur den festen Teil abschöpfen (den flüssigen Teil könnt Ihr weiterverwenden für Smoothies, Müsli, Porridge) und mit dem Quirl oder dem Schneebesen in der Küchenmaschine ein paar Minuten aufschlagen. Ahornsirup und Vanille unterrühren.

Jetzt kommt der aufregende Teil! Schneidet den Kuchen 1x quer durch. Wer sich traut, kann ihn auch in 3 Teile schneiden – ich war nicht so abenteuerlustig! Creme auf dem unteren Boden verteilen und den oberen Teil wieder aufsetzen.

Ihr könnt natürlich die Creme auch als Frosting on top verwenden und gebt die gehackten Nüsse später auf die Creme, oder alle Nüsse gleich in den Kuchen. Alles ist möglich, nur unter den Kuchen wäre nicht so praktisch. Ich sag’s nur …

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Macht Euch einen Tee, zieht das Bananenröckchen an, schwingt die Hüften (diese beiden Parts sind optional :-) – und genießt!

Lalalalala!

Eure Marion

PS: Gerade gemerkt, die gute France Gall und ich haben fast die gleiche Sonnenbrille! Brillen- und Bananenschwestern im Geiste :-)

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Autor: Unterfreundenblog

https://unterfreundenblog.com/

2 Kommentare zu „Bananenbrot mit Kokosnusskleid, äh -füllung (und Ohrwurm-Gefahr!)“

    1. Hallo Sigrid! Wie schön, das freut mich, dass den braunen Bananen zukünftig auch bei Dir das Biotonnen-Grab erspart bleibt! Ich habe kürzlich sogar schon überreife gekauft, weil ich schnell damit backen wollte – das hätte es früher NIE gegeben :-)
      Liebe Grüße,
      Marion

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