Pfirsich-Popsicles in Prosecco – so schmeckt der Sommer!

Allmählich komme ich in das Alter, in dem ich manche Sätze mit „in meiner Kindheit“ beginne. Echt wahr!

Um konkret zu werden: In meiner Kindheit hieß ein Popsicle noch Wassereis oder Eis am Stiel.

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Peach Popsicles in Prosecco - Unterfreundenblog

Prosecco auf Eis, mal anders - Peach Popsicles in Prosecco - Unterfreundenblog

Was ich bis heute gar nicht wusste, ist dass „Popsicle“ nicht nur Neudeutsch, sondern ein Markenname ist, so wie Tempo oder Föhn. Hättet Ihr es gewusst?

Nun bin ich grundsätzlich eher Team Milcheis, aber bei Temperaturen jenseits der 30 Grad greife ich auch gerne mal zum erfrischenden Wassereis. Und wenn das dann noch in einem Glas mit kühl-prickelnden Prosecco steckt, bin ich sowas von schnell überzeugt! Prosecco auf Eis, neu interpretiert.

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Wenn Ihr von dem Anblick nicht schon hin und weg seid, darf ich Euch noch kurz die Vorteile erläutern:

Das Eis im Glas sieht toll aus und ist ein echter Hingucker für die nächste Gartenparty, das Grillfest, einen sommerlichen Sekt-Empfang – ich bin sicher, Euch fällt eine Gelegenheit ein!

Eis kühlt Getränk. Wie ein Eiswürfel, nur leckerer! Denn wenn das Popsicle bei den sommerlichen Temperaturen schmilzt, ist das kein Ding. Anders als bei der Kühlung mit Eiswürfeln wird der Prosecco nicht wässrig, sondern verwandelt sich in einen kühlen Bellini.

Kennt Ihr, oder? Bellini ist ein sommerlicher Cocktail und besteht aus Sekt mit Püree aus weißen Pfirsichen … köstlich! Und mit den Eisstielen aus Strohhalmen könnt Ihr gleich losschlürfen! Ich kenne übrigens mehrere Menschen, die kein Eis am Stiel essen, weil sie das Gefühl von Holzstäbchen im Mund nicht ausstehen können. Die werden sich besonders über die Strohhalm-Idee freuen!

Apropos „Eis kühlt Getränk“: Ich hatte mir in den Kopf gesetzt, draußen zu fotografieren. Die Krux war nur, ich hatte mir dafür den heißesten Tag des Jahres ausgesucht. Ein Eis-Shooting bei 34 Grad im Schatten ist nur so eine semi-prima Idee, wie Ihr Euch vorstellen könnt. Zwischen dem ersten und zweiten Foto liegen ungefähr 0,32 Sekunden, Ihr seht den Unterschied?! Die Eisschicht auf dem Förmchen ist schon komplett dahin!

Peach Popsicles in Prosecco - Unterfreundenblog

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Für meine Popsicles in Prosecco habe ich Plattpfirsiche mit weißem Fruchtfleisch genommen. Achtet darauf, dass die Früchte schon reif sind und duften, dann sind sie wunderbar aromatisch und das Eis schmeckt nicht nur nach Wasser.

Die Pfirsich-Popsicles schmecken natürlich auch ohne Prosecco :-) Wenn Kinder beim Fest oder der Gartenparty dabei sind, serviert das Eis einfach auf die Hand oder füllt die Gläser mit Kindersekt oder weißem Traubensaft.

Prosecco mit Pfirsich-Popsicles
(für 6 Gläser)

  • 1 Flasche gekühlten Prosecco, Sekt oder Champagner
  • 6 reife Pfirsiche
  • Saft einer kleinen Zitrone
  • 1 EL Ahornsirup oder Honig

Hilfreich: Blender oder Pürierstab / Eis-Förmchen

  1. Pfirsiche häuten, in grobe Stücke schneiden und den Kern entfernen. Das Fruchtfleisch mit Zitronensaft und Ahornsirup oder Honig pürieren.
  2. Das Püree in Popsicle-Formen (meine sind von IKEA) oder kleine Joghurtbecher geben und einfrieren. Nach ca. 30 Minuten die Strohhalme in die angefrorene Masse geben. Mindestens 4 Stunden oder über Nacht gefrieren lassen.
  3. Direkt vor dem Servieren aus der Form lösen (dazu die Förmchen kurz unter warmes Wasser halten) und kopfüber ins gefüllte Prosecco-Glas stellen.

Kleiner Tipp: Erst Prosecco einfüllen, dann das Eis. Sonst kann es schäumen und überlaufen, für Euch ausprobiert ;-)

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Mit dem sommerlichen Prosecco bin ich gleich bei 2 fröhlichen Linkparties am Start: Bei Juli von Naschen mit der Erdbeerqueen heißt es „Pastell Dich auf den Sommer ein“ und bei der lieben Anika bei Vergissmeinnicht ist das Party-Motto „Erfrischungsgetränke im Sommer“. Na, wenn das mal nicht wunderbar passt!

Lasst uns auf einen wunderbaren Sommer anstoßen! Stößchen!

Eure Marion

 

P.S. Es gibt Worte, die schreibe ich grundsätzlich falsch. Pfirsich ist eines davon! Da will sich immer noch ein S mit reinmogeln vor dem ch. Meine Finger können einfach nicht anders! 2 Prosecco machen es übrigens auch nicht besser :-). Ein Hoch auf die Rechtschreibprüfung!

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Regenbogen Smoothie Bowls – es wird bunt im Wunderland

„Woran denkst Du beim Thema Alice im Wunderland als Erstes?“ fragt mich der Liebste.

„Öhm, an Johnny Depp …?!“, antworte ich.

Er rollt die Augen. Ich hatte ihm gerade vom ersten gemeinsamen Blog-Event der Rhein-Neckar-Blogger erzählt. Thema „Alice im Wunderland“ sollte es sein. Ach herrjeh … ich gestehe, weder das Buch gelesen noch den Film gesehen zu haben. Ich erinnerte mich ganz dunkel an eine Teeparty und eine Grinsekatze. Wie sollte ich denn daraus einen Blogbeitrag basteln und warum haben mir meine Eltern nie aus Alice vorgelesen? Weiterlesen „Regenbogen Smoothie Bowls – es wird bunt im Wunderland“

Rhabarbersirup mit Himbeeren. Aus 1 mach 3: Rhabarber-Spritz, Rhabarberschorle und ein schnelles Dessert

Findet Ihr nicht auch, dass es schon viel zu lange kein Rhabarber-Rezept mehr auf dem Blog gab?! Kleiner Scherz … Ich weiß, ich weiß, ich habe Euch einiges zugemutet in den letzten Wochen. Aber wenn Ihr diese traumhaft schönen Stangen gesehen hättet, Ihr würdet mich sofort verstehen. Ich konnte tagelang nur noch an Rhabarber denken und hatte Gelüste und Visionen in Rosarot!  Weiterlesen „Rhabarbersirup mit Himbeeren. Aus 1 mach 3: Rhabarber-Spritz, Rhabarberschorle und ein schnelles Dessert“

Lazy Sunday und Rhabarber-Apfel-Chutney {Rezept}

Frühling ist, wenn Sätze fallen, die man gefühlt schon seit Monaten weder gesagt noch gehört hat, wie „Sollen wir heute grillen?“ oder „Schaaaaatz, fängst Du SCHNELL die Wespe in der Küche ein!“ oder „ist es wirklich dunkel genug, um den Magnolienzweig beim Nachbarn abzuschneiden?“. Was ich natürlich nicht gesagt habe, also den letzten Satz. Das war nur rein … äh … hypothetisch!

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Karottenkuchen zum Frühstück: Carrot Cake Granola

Ostern naht mit großen Schritten – oder sollte ich sagen mit großen Hüpfern? Unglaublich, wie das Jahr rast! Geht das nur mir so? Die Wochen fliegen gerade so vorbei. Gerade war doch noch Januar, gefühlt vorgestern erst Valentinstag.

Und da stehe ich vor einer echten Herausforderung. Üblicherweise läuft das nämlich bei mir so ab. Ich komme ins Büro und auf meinem Schreibtisch steht ein Osterhase. Ups … schon wieder Gründonnerstag und ich habe nichts besorgt für die Kolleginnen / den Liebsten / die Kinder der Freundin. Ostern kommt auch immer so plötzlich! Ich bin schrecklich unorganisiert in Sachen Feiertagen. Irgendwie kriege ich trotzdem meistens die Kurve und sei es nur als Umweg zum nächsten Supermarkt in der Mittagspause – Schmunzelhase, ich komme!

Als Blogger ist nun Vorausplanung gefragt. Ein Wort, das bisher in meinem Wortschatz ganz tief unten vergraben war unter den Begriffen Spontanität und kreativem Chaos. Ich kann ja nicht eben mal am Gründonnerstag in der Mittagspause ein österliches Rezept planen, backen, fotografieren und texten.

Karottenkuchen zum Frühstück - Carrot Cake Granola - Unterfreundenblog

Karottenkuchen zum Frühstück - Carrot Cake Granola - Unterfreundenblog

Und heute darf ich nun #stolzwieoskar verkünden: Es ist 4 Wochen (Wochen, nicht Stunden!) vor Ostern und ich präsentiere mein Osterrezept! Ich habe kürzlich Müsli gebacken und mir dabei überlegt, wie ich eine Ostervariante daraus machen könnte. Ja, ich backe mein Müsli selbst, Streber ich. Das hat 3 entscheidende Vorteile:

  1. ICH bestimme, was in meinem Müsli drin ist. Und vor allem, was NICHT drin ist, in meinem Fall ganz klar Rosinen!
  2. Es ist schneller selbst gemacht, als wenn ich zum Supermarkt fahre und welches kaufe
    2a) Ich muss das Haus nicht verlassen und kann die Schlafihose anlassen (das sind genau genommen schon 4 Vorteile in einem)
  3. Die Küche duftet noch Tage danach himmlisch

Zu 1: Werft doch mal spaßeshalber einen Blick auf die Zutatenliste eines fertigen Knuspermüslis. Das knuspert nicht so schön, weil die Knusperfee ihren Zauberstab geschwenkt hat. Nöööö, das liegt daran, dass da haufenweise Zucker und Fett verbacken sind.

Wir backen heute Granola. Was erstmal deutlich hipper klingt als Knuspermüsli und weil wir uns schön abheben wollen von der zuckrigen Kalorienbombe aus dem Supermarkt. GRANOLA – das Wort allein klingt schon so knackig, oder? Und es beamt mich sofort um viele Jahre zurück an den quadratischen Holztisch in eine lichtdurchflutete Küche in Kalifornien, wo ich ein Jahr als Au-Pair gearbeitet habe. In USA ist Granola nämlich schon seit den 80ern ein großes Thema und dort war es mein absolutes Lieblingsfrühstück.

Karottenkuchen zum Frühstück - Carrot Cake Granola - Unterfreundenblog

Karottenkuchen zum Frühstück - Carrot Cake Granola - Unterfreundenblog

An meinen freien Wochenenden habe ich immer den Bus nach San Francisco genommen und mich mit jedem Tag mehr verliebt in diese wundervolle Stadt mit den vielen Hügeln. Den unzähligen hügeligen Laufkilometern ist es wohl auch zu verdanken, dass ich nicht mit deutlich Übergepäck auf den Hüften zurückgereist bin. Denn meine liebsten Coffeeshop-Pausen waren meist begleitet von einem Stück saftigen Karottenkuchen. If you’re going to San Francisco, be sure to wear some flowers in your hair to have some carrot cake! Laufkilometer heißt übrigens nicht, dass ich mich joggend durch die Stadt bewegt habe, eher shoppend, höhö.

Mein „Karottenkuchen-zum-Frühstück-Granola“ ist also eine verliebte Hommage an dieses wunderschöne Jahr und an die City by the bay. Und natürlich an Ostern! Es ist die perfekte Kombi aus Dessert und gesundem Frühstück. Köstlich, knackig und garantiert ein Highlight beim Osterbrunch. Ich schwöre bei meiner Möhre!

Übrigens: Bei den Zutaten seid Ihr nicht so festgelegt. Wir erinnern uns „WIR bestimmen, was in unserem Müsli ist“. Wer kein Kokos mag, nimmt anderes Pflanzenöl und lässt die Kokosraspel weg. An Nüssen könnt Ihr verwenden, was Ihr mögt, vertragt und im Haus habt. Wer kein Quinoa hat oder mag, nimmt einfach mehr Haferflocken.

Carrot Cake Granola

Zutaten:
2 Tassen kernige Haferflocken
1 große Karotte
1/2 Tasse Paranüsse
1/2 Tasse Walnüsse
1/2 Tasse weißes Quinoa (ungekocht)
3 EL Kokosraspel
3 EL Kokosöl (geschmolzen)
3 EL Ahornsirup
2 TL Zimt
1/2 TL gemahlener Ingwer (gerne auch frisch gerieben)
1/4 TL Muskatnuss (gerieben)
Prise Salz

Ofen auf 180 Grad vorheizen

Die Karotte fein reiben oder im elektrischen Zerkleinerer schreddern, bis feine Stücke entstehen. Nüsse grob hacken. Alle Zutaten gut vermischen.

Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Mischung daraufstreichen. Im Ofen ca. 25 – 30 Minuten backen. Alle 10 Minuten durchrühren, damit nichts anbrennt. Sobald das Müsli schön Farbe annimmt, aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen.

Das Müsli wird erst knusprig, wenn es abgekühlt ist – also habt noch kurz Geduld! In einem Vorratsglas aufbewahren.

Wir mögen Granola am liebsten mit Mandelmilch oder über Naturjoghurt mit Früchten. Auch zu Vanilleeis eine knusprige Offenbarung!

Karottenkuchen zum Frühstück - Carrot Cake Granola - Unterfreundenblog

Note to myself: Macht sich übrigens auch wunderbar als hübsches Ostergeschenk oder Mitbringsel zum Osterbrunch! In einem schönen Glas überreicht, Schleifchen drum oder Anhänger dran – fertig. Dieses Jahr kann der Schmunzelhase lange auf mich warten, hah!

Ich hätte da noch eine Idee für die Ostertafel – ein schnelles Mango-Tiramisu im süßen Osterlook (inklusive Öhrchen und Puschelschwänzchen!)

Knackige Grüße,

Eure Marion