Mallorca – was es mit mir macht und Marktbesuch muss sein!

Eigentlich hätte ich es besser wissen müssen. Eigentlich bin ich bestens organisiert und strukturiert. Mein Alltag besteht aus Listen aller Art, für Projekte lege ich Mindmaps und Folder an. Mein Posteingang ist ein kompliziertes, haushohes Gebilde aus Ordnern, Unterordnern und Unterunterordnern.

Dementsprechend organisiert nehme ich auch meine Urlaubsplanung in Angriff. Wochen vorher beginne ich, die freie Zeit minutiös zu planen, lese Reiseblogs und kaufe aktuelle Magazine wie „Mallorca geht aus“. Ich wälze Veranstaltungstipps und notiere, was wir uns anschauen sollen und wohin wir essen gehen müssen.

Und dann passiert, was eigentlich immer passiert. Kaum kommt die Insel unter mir in Sicht und ich werfe den ersten Blick auf die rote Erde Mallorcas, das blauglitzernde Wasser und die vielen Mühlen, fällt alles Strukturierte von mir ab und ich verfalle augenblicklich in den Insel-Modus. Das äußert sich folgendermaßen: Mallorca macht aus meinem organisierten Ich ein vollkommen entspanntes Inselwesen. Es entzieht meinem Gehirn jeglichen Plan und hinterlässt Raum für Spontanität und Flexibilität.

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Die mehrseitige To-do-Liste bleibt unberührt im Ferienhaus liegen. Wir planen nichts, steigen morgens ins Auto, singen laut und schräg „Vamos a la Playa“ und überlegen uns, welchen Strand wir ansteuern, ob wir einen neuen Ort erkunden oder zum Wandern ins Gebirge fahren wollen. Im Kofferraum liegen Badezeug, Shorts und Sportschuhe, wir sind also gewappnet und können flexibel sein. Ich liebe diese entspannten Inseltage, an denen „wohin heute“ und „was/wo essen wir“ die wichtigsten (und einzigen!) Entscheidungen des Tages sind.

Wir haben die ersten Tage in Cala Figuera gewohnt, einem bezaubernden kleinen Fischerdorf im Südosten der Insel.

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Ganz in der Nähe liegt Santanyi, wo jeden Mittwoch ein wunderhübscher Wochenmarkt stattfindet. Überhaupt, die Märkte! Selbst wer kein großer Shoppingfan ist, sollte wenigstens einen besuchen. Die Atmosphäre ist einfach magisch. Diese Farben, die Gerüche, die Auswahl, das Stimmengewirr – wunderbar! Mein Tipp: früh hingehen und einen Platz zum Frühstücken suchen, von dem aus man das bunte Treiben ganz entspannt betrachten kann.

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Wir waren frühstücken im wunderhübschen Stadthotel Santanyi direkt am Marktplatz. Man kann dort mitten im Geschehen sitzen oder ganz entspannt im zauberhaften Innenhof.

Lasst Euch durch die Gassen treiben, kauft frisches Obst, leckersten Käse und Oliven und lasst Euch die Köstlichkeiten später beim Picknick oder zum Abendessen schmecken.

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In Pollenca im Nordosten der Insel sind wir zufällig (ich schwöre!) am Markttag gelandet und fanden sowohl das Städtchen selbst als auch den Markt ganz zauberhaft. Wem es zu eng und zu voll ist, biegt einfach in die Seitengässchen ab und schon präsentieren sich die Orte in einem ganz anderen Bild.

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Der Markt in Santanyi ist übrigens am Mittwoch, der in Pollenca findet Sonntags statt. Hier findet Ihr eine komplette Übersicht der Inselmärkte.

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Ich hoffe, Ihr seid noch dabei nach der Bilderflut. Irgendwie muss ich ja die 1000 (in Worten EINTAUSEND) Fotos unter die Leute bringen :-)

Die nächsten Wochen machen wir noch ein bisschen Sommerverlängerung auf dem Blog und ich verrate Euch meine beiden liebsten Strandrestaurants, die natürlich an meinem Lieblingsstrand liegen.

Ich habe übrigens beschlossen, ich nenne mich Carmen, werde Inselfotografin (oder so) und bleibe hier.

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Die liebsten Inselgrüße & Besitos!

Eure Marion, äh Carmen

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Autor: Unterfreundenblog

https://unterfreundenblog.com/

11 Kommentare zu „Mallorca – was es mit mir macht und Marktbesuch muss sein!“

    1. Ich könnte auch direkt wieder hin! Komm, lass‘ uns Koffer, Bikini und Strohkorb (für den Markt) packen und abheben! Lieblingsinsel, wir kommen – bitte schon mal den weißen Sangria kaltstellen :-)

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    1. Hallo Chrissy,
      jaaaa, ich könnte auch schon wieder! Ich habe viiiiiel zu wenig Schüsselchen gekauft :-)
      Schön, dass Euch Mallorca gefallen hat. Freu‘ mich schon, Deine Ausbeute in Deinen Beiträgen zu sehen!
      Liebste Grüße,
      Marion

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  1. Deine Fotos sind traumhaft und die Eindrücke von den Märkten wunderbar. Da habe ich direkt wieder Lust loszufliegen.
    Mallorca haben wir erst vor 2 Jahren für uns entdeckt. Davor haben uns die Ballermann Geschichten, echt erschreckt und zurückgehalten. Zum Glück haben wir es dann doch gewagt. Mallorca ist eine so wundervolle Insel. So vielseitig und schön.
    Wir gehen am liebsten wandern (sind meist im Januar auf der Insel, wo die Temperaturen zum wandern ideal sind.)
    Unsere Lieblingsstrecke ist von Deia nach Port de Soller. Beides zwei wunderschöne Städte und zwischendrin soviel tolle Natur.
    Nun würden mich die Märkte aber doch mal reizen :-)

    Ganz liebe Grüße Janine

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    1. Hallo liebe Janine,
      Muchas Gracias für den lieben Kommentar! Ich könnte mich auch direkt wieder in den Flieger setzen, denn das Schöne an Mallorca ist ja, dass man es jedes Mal wieder neu entdecken kann, weil es so unglaublich viele Facetten bietet. Schon beim Rückflug freue ich mich wieder auf den nächsten Besuch. Im Januar war ich allerdings noch nie, das klingt auch sehr spannend. Ich habe gleich mal zu Dir rübergeklickt (bin schon ganz verliebt in Deinen Blognamen :-)) und Dich gleich abonniert. Irland steht nämlich auch auf der Sehnsuchtsliste. Ich nehme mir dann mal einen Cortado und stöbere ein bisschen bei Dir und den Kolibris.
      Herzliche Grüße,
      Marion

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  2. Mallorca hat so viel zu bieten, kein Wunder, dass es so viele dort für immer hinzieht. Gester Abend sah ich allerdings einen bestürzenden Bericht über den akuten Wassermangel auf der Insel und dass die Einheimischen am meisten darunter leiden, denn für die Touristen muss ja genug Wasser da sein. Einheimischen wird das Wasser abgedreht und ist sündhaft teuer geworden, manche können sich die Wasserlieferungen per Tank nicht mehr leisten, aber welcher Tourist denkt schon an die Nöte der einheimischen Bevölkerung. Mich hat es sehr nachdenklich gemacht! Auch der Ärger der Einheimischen über die Horden von Touristen, die in Palma von den Kreuzschiffen in die Stadt einfallen, aber nichts konsumieren, denn schließlich wird man ja auf dem Schiff all inklusive versorgt. Ich kann das sehr gut nachvollziehen.

    Alles hat halt zwei Seiten! Auch der Massentourismus!

    http://www.handelsblatt.com/panorama/aus-aller-welt/wassermangel-auf-mallorca-reichen-die-reserven-fuer-die-rekordsaison/13984126.html

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    1. Hallo liebe Sigrid,
      da hast Du sicherlich recht – ich habe einen ähnlichen Beitrag kürzlich auch gesehen.
      Das sollte man als Gast schon im Hinterkopf haben. Aktuell wird eine Touristensteuer eingeführt, die hoffentlich in die richtigen Kanäle fließen wird.
      Aber diese schöne Insel meiden, ist natürlich auch keine Lösung, zumal ja viele Einheimische vom Tourismus profitieren. Ist wirklich ein zweischneidiges Schwert. Ich habe jedenfalls überdurchschnittlich konsumiert und bin zumindest in diesem Bereich aus dem Schneider :-)
      Herzliche Grüße und ein schönes Wochenende!
      Marion

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    1. Hallo liebe Vera – wie schööööön, von Dir zu hören!! Danke für die netten Worte, genauso isses! Ich würde auch gerne von Deinen letzten Reisen hören. Da Du wohl nicht darüber bloggst, wie wäre es mit Kaffee & Quatschen, wenn Du Zeit und Lust hast?!
      Würde mich freuen!!
      Liebste Grüße!

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