Mr. Grey ist schuld – Rhabarber-Flammkuchen mit Ziegenkäse

Habe ich Euch schon von Mr. Grey erzählt?

An einem heißen Sommertag im vergangenen Jahr stand er plötzlich in meinem Zimmer und ist seitdem Dauergast. Der Liebste ist nicht begeistert, aber er toleriert den zweiten Mann im Haus. Wenn Mr. Grey über Nacht bleiben möchte, legt er jedoch des Öfteren ein Veto ein. Denn Mr. Grey verliert gerne Haare und der Liebste ist ein bisschen allergisch.

Ihr habt es längst gemerkt, oder? Mr. Grey ist natürlich kein Zweibeiner und trägt weder silbergraue Krawatten noch Kabelbinder in der Hosentasche. Von „Shades of Grey“ sind wir keine Fans, aber der Name der Hauptperson hat so gut gepasst, denn der kleine Kater ist ganz einfach – GRAU. Weiterlesen „Mr. Grey ist schuld – Rhabarber-Flammkuchen mit Ziegenkäse“

Lazy Sunday und Rhabarber-Apfel-Chutney {Rezept}

Frühling ist, wenn Sätze fallen, die man gefühlt schon seit Monaten weder gesagt noch gehört hat, wie „Sollen wir heute grillen?“ oder „Schaaaaatz, fängst Du SCHNELL die Wespe in der Küche ein!“ oder „ist es wirklich dunkel genug, um den Magnolienzweig beim Nachbarn abzuschneiden?“. Was ich natürlich nicht gesagt habe, also den letzten Satz. Das war nur rein … äh … hypothetisch!

Weiterlesen „Lazy Sunday und Rhabarber-Apfel-Chutney {Rezept}“

Ein DIY mit ganz viel Amore! Serviettenringe zum Selbstbeschriften und Pizzen in Herzform

Meine lieben Liebenden! Ich habe HERZ!

Eigentlich wollte ich den Valentinstag so verstreichen lassen wie meistens. Nämlich ganz unspektakulär und gemütlich, ohne viel Chi-Chi. Ich bin gar kein Riesenfan dieses Tages. Nicht etwa, weil ich keinen Sinn für Romantik und Liebe hätte. Au contraire! Aber wo kämen wir denn hin, wenn wir diesen wunderbaren Dingen nur einen einzigen Tag im Jahr widmen würden? Eben – ein trauriges Leben wäre das! Für Amore ist doch immer Zeit, wie ich finde. Weiterlesen „Ein DIY mit ganz viel Amore! Serviettenringe zum Selbstbeschriften und Pizzen in Herzform“

Happy New Year! Von Glückstrauben und (nicht ganz gelungenen) Knallbonbons

„Also geschmacklich sind die großartig …“ – der Liebste kaut begeistert.
Ihr ahnt, was kommt! Das ABER hat mich heute gelehrt – verschiebe kein Silvesterrezept auf den letzten Drücker. Denn wenn man so gar keine Zeit hat, einen zweiten Versuch zu starten, dann geht garantiert etwas schief!

Ein Knaller sollten sie werden, natürlich nicht nur geschmacklich, sondern auch optisch. Ein Highlight auf dem Silvesterbuffet – meine Knallbonbons mit zweierlei Käsefüllung. Aaaaahs und Ooooohs sollten sie ernten, noch lange vor dem Feuerwerk! Der Duft aus dem Ofen versprach Verheißungsvolles, der Blick aufs Blech weniger. Waaaaaaaah, aufgeplatzte Päckchen mit herausquellendem Käse. So war das nicht geplant. Ich hatte eher so etwas im Sinn wie „Das Beste kommt zum Schluss“ oder „Das Jahr endet mit einem Knaller“. Mennoooo!

Unterfreundenblog Silvester Knallbonbons Buffet Partyfood Happy New Year

Ein paar wenige sind gelungen, auch wenn ich von einem optischen Knaller hier nicht reden möchte. Ich habe Filoteig (auch Yufka- oder Strudelteig genannt) gefüllt mit zwei Käsecremes. Eine herzhaft-würzige Feta-Variante mit Oliven, getrockneten Tomaten, Knobi, Oregano und Pinienkernen und eine cremig-süßliche Version aus Ziegenfrischkäse, gehackten Walnüssen und Honig.  Wenn also Euer Augenmerk eher auf dem Geschmack liegt oder Ihr den Ehrgeiz habt, perfekte Knallbonbons zu machen – nur zu. Denn geschmacklich sind sie wirklich mindestens Aaaaah, Ooooooh und Mmmmmhmmmm! Auch Tipps, wie die Füllung IM Teig bleibt, sind herzlich Willkommen :-)

Lasst uns schnell weiterschalten von meinen geplatzten Silvesterträumen zu einer schönen Tradition. Wisst Ihr, wie die Spanier das neue Jahr begrüßen? Sie essen 12 Glückstrauben, die „Uvas de la suerte“! Kurz vor Mitternacht wird zu jedem Glockenschlag eine Traube gegessen. Die Trauben stehen für die 12 Monate des Jahres und wer es schafft, alle zu essen, dem steht für das kommende Jahr viel Glück ins Haus. Der Rhythmus der Schläge wurde übrigens verlangsamt, da es kaum möglich war, jede Sekunde eine Traube zu schlucken, was zu wilden Protesten geführt hat ;-)

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

In Spanien gibt es 12 Trauben schon abgepackt in Tütchen zu kaufen, gerne auch entkernt und geschält! Aber wer braucht schon Tütchen, wenn er die süßen Früchtchen auch dekorativ ins Champagner- oder Sektglas stellen kann? Besonders hübsch machen sich die roten Trauben in Rosé-Sekt oder wie hier in einer alkoholfreien Variante. In verdünntem Trauben- oder Kirschsaft serviert können auch Kinder oder Fahrer mittrinken! Einfach auf einen Schaschlikspieß und rein damit!

Auf die Spitze des Spießes könnt Ihr noch ein bisschen Deko anbringen. Ist ja schließlich Silvester! Die schwarzen Kreise gibt es aktuell bei Depot. Ich habe sie mit weißem Edding beschriftet. Ihr könnt auch Tonpapier ausstanzen oder ausschneiden. Muss auch nicht rund und schwarz sein, güldene oder silberne Sterne sind auch hübsch und gehen immer. Also doch noch ein optischer Knaller auf dem Buffet, puh! Meine Trauben sind etwas zu groß, so dass ich beim besten Willen keine 12 auf einen Spieß bekommen habe. Aber wir nehmen einfach 2 Gläser, oder? Schaffen wir – ist ja schließlich Silvester!

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

Ihr Lieben, egal wie Ihr das Neue Jahr begrüßt, ob beim Feiern mit Freunden oder gemütlich bei Dinner for One auf der Couch – ich wünsche Euch nur das Beste und esse für jeden von Euch eine Glücksweintraube mit!

Habt einen großartigen Start in ein glückliches Neues Jahr!

Unterfreundenblog Silvester Buffet Sekt Champagner Trauben Glückstrauben Happy New Year Uvas de la suerte

Eure Marion

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kürbis | Maronen | Linsen – hippe Herbst-Trilogie

„Ist gefüllter Kürbis nicht total Siebziger Jahre?“, fragt der Liebste angesichts der Rezeptplanung. Siebziger Jahre?! Hallo! Das hab‘ ich genauso auf der Elle Bistro, Food & Gedöns, Jamie Irgendwas gesehen! Pah, nennen wir es wenigstens Retro, das klingt zumindest hip! Womit wir schon beim Thema wären. Ist Euch das schon aufgefallen? Seit einiger Zeit lesen sich die Speisekarten in hippen Restaurants extrem puristisch. Da steht dann nur noch

Kürbis | Maronen | Linsen

statt wie noch vor einigen Jahren „Ofengebackener Hokkaido mit Senfrahmlinsen an Maronen“. Huch, jetzt habe ich Euch ja schon verraten, was es heute gibt! Die hippe Dreifaltigkeit ist übrigens nur echt mit dem senkrechten Strich, der „Pipe“ heißt, wie ich gerade gelernt habe. Auf keinen Fall einen schnöden Schrägstrich verwenden! Wo kämen wir denn dahin? Womöglich in die Siebziger!

Sobald das erste Blatt vom Baum fällt und die Tage kürzer werden, bekomme ich Lust auf Kürbis. Wenn es draußen grau und ungemütlich ist, müssen die Teller dampfen und es kommt wärmendes Soulfood auf den Tisch. Der November schmeckt für mich nach Kürbis und Maronen. Das heutige Rezept hat sich extra hübsch für Euch in Schale geworfen – total retromäßig, versteht sich!

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Wer sich über die Schleife um den Kürbisbauch wundert – das muss so! Nee, geschwindelt … Ich war so beschäftigt damit, das Foto-Set nett herzurichten, dass ich den Kürbis im Ofen ganz vergessen hatte. Dem Geschmack hat es nicht geschadet, aber die Suppenschüssel hat ein paar Risse bekommen :-)

Noch ein Wörtchen in Sachen Optik: Es ist nicht unbedingt nötig, die Linsen im Kürbis zu servieren. Aber es sieht um ein Vielfaches besser aus! Nun ist so ein gemeiner Linseneintopf nicht wirklich fotogen. Wer schon mal einen vor der Linse hatte (hach, Wortspiel!), weiß wovon ich rede. Hier handelt es sich um einen typischen Fall von „nicht schön, aber soooo köstlich“!  

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Für meine Kategorie „VegEnd – das vegane Wochenende“ gibt es heute die fleischlose Variante. Ihr könnt aber auch ganz einfach den Räuchertofu gegen Speckwürfelchen austauschen, wenn Ihr keinen Tofu mögt. Aber: Der Mann im Hause ist Fleischesser und ist bei der Veggie-Variante vor Wonne fast in die Knie gegangen. Gebt dem Tofu eine Chance :-)

Kürbis | Maronen | Linsen
(4 – 6 Portionen)

200g Puy-Linsen
1 kleiner Hokkaido-Kürbis*
100g Maronen (vorgegart)
1 Bund Suppengrün (Möhre / Lauch / Sellerie)
1 Zwiebel oder Schalotte
1 Knoblauchzehe
50g Räuchertofu
1 TL Tomatenmark
ca. 1l Gemüsebrühe
1 Zweig Rosmarin / 2 Zweige Thymian
3 EL Pflanzenöl
Salz / Pfeffer

150g Pflanzensahne (ich habe Alpro Cuisine Soya verwendet)
je 1 EL mittelscharfer und körniger Senf

  1. Kürbis abwaschen, den Deckel abschneiden und aushöhlen, Kerne und Fasern entsorgen. Die Innenseite mit etwas Olivenöl, Salz und Pfeffer ausreiben. Evtl. unten ein kleines Stück abschneiden, so dass der Kürbis gerade steht. Bei 160 Grad ca. 30 – 40 Minuten im Ofen garen.
  2. In der Zwischenzeit Suppengrün und Zwiebel klein schneiden, Knoblauch pressen und Räuchertofu klein würfeln. Die Maronen grob hacken. Alles in 2 – 3 EL Pflanzenöl anbraten. Linsen kurz abspülen und dazugeben. Tomatenmark dazugeben und mit der heißen Gemüsebrühe auffüllen, bis alles gut bedeckt ist. Die gewaschenen Kräuterzweige dazugeben. Bei kleiner Hitze 30 – 40 Minuten köcheln lassen, bis die Linsen weich sind, aber noch etwas Biss haben.
    TIPP: Erst zum Schluss salzen, sonst bleiben die Linsen hart!
  3. In einem kleinen Topf die Sahne mit dem Senf erwärmen und unter die Linsen rühren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Die Kräuterzweige vor dem Servieren entfernen.
  4. Linsen in den Kürbis füllen und servieren. Beim Essen einfach das weiche Kürbisfleisch mit auslöffeln.

Wenn Ihr keinen Wert darauf legt, dass die Linsen IM Kürbis serviert werden, schneidet Ihr einfach etwa einen halben Kürbis in grobe Stücke (Schale kann dranbleiben) und legt sie auf ein Backblech, am besten auf Backpapier. Etwas Öl dazu, mit Salz und Pfeffer würzen und im Ofen bei 175 Grad für ca. 20 Minuten rösten, bis sie weich sind. Am Ende zu den Linsen dazugeben.

Ihr könnt die Kürbisstücke auch zusammen mit dem anderen Gemüse im Topf anbraten, wenn Ihr Geschirr sparen wollt, aber die ofengerösteten Varianten schmecken noch besser, finde ich.

*Wenn Ihr jede Portion im Kürbis servieren möchtet, braucht Ihr natürlich mehrere :-)

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie


Wonach schmeckt der Herbst für Euch? Was kommt bei Euch im November auf den Tisch?

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Unterfreundenblog Kürbis, Linsen, Maronen Hippe Herbst Trilogie

Herbstliche Grüße und ein schönes Wochenende für Euch!

Marion