Die machen sich ganz einfach über Nacht! Knusprige Dinkelbrötchen fürs Wochenend-Frühstück. So wurden Hefeteig und ich doch noch Freunde :-)

Die machen sich über Nacht von selbst! Knusprige Dinkelbrötchen mit Übernachtgare

Ihr Lieben!

Habt Ihr Euch gerade verwundert die Augen gerieben, als Ihr das Wort „Hefe“ hier entdeckt habt? Haha, kann ich verstehen. Wer hier häufiger vorbeiliest, weiß – ich bin ja bekennender Back-Ungeduldi und verwende normalerweise nur sehr selten Hefe, weil mir das einfach immer alles viel zu lange dauert.

Und dann habe ich das Zauberwort „Übernachtgare“ gehört. Wie praktisch ist das denn? Der Teig macht sich quasi über Nacht einfach von selbst. Am Vorabend braucht es nur ein paar Minuten zum Zusammenrühren. Und zwar wirklich nur ganz schnödes Verrühren. Man muss keinen Vorteig vorbereiten, nicht auf Wassertemperatur oder – Gott bewahre – Zugluft! achten, nix!

All das, was mich immer abgeschreckt hat, ist überhaupt kein Thema mehr bei dem Brötchenteig mit Hefe, der einfach über Nacht im Kühlschrank schlummert und morgens fertig ist. Zauberei! Diese Übernachtgare ist mein neuer bester Freund :-)

Und so gibt’s auch keine Ausrede mehr, diese herrlich knusprigen Dinkelbrötchen fürs Wochenendfrühstück nicht zu backen. Ich verrate Euch heute, wie das wirklich einfach geht. Die Brötchen sind so gut, dass ich sie inzwischen schon das vierte Wochenende gebacken habe. Das Rezept ist also absolut gelingsicher. Auch für ungeübte Hefe-Bäcker*innen wie ich.

Osterfrühstück mit knusprigen Brötchen
Volle Möhre lecker! Knusprige Dinkel-Karotten-Brötchen


Und wie funktioniert das mit der Übernachtgare?

Ich habe mal den allwissenden Dr. Google zum Thema Übernachtgare befragt und der verrät folgendes:

Hefeteig über Nacht im Kühlschrank reifen zu lassen, sorgt für ein feineres Aroma und verbesserte Teigstruktur. Die Hefe arbeitet langsamer, weshalb die Hälfte der Hefemenge ausreicht. Wichtig ist die Verwendung kalter Zutaten, einer großen abgedeckten Schüssel und eine kurze Akklimatisierung des Teigs vor der Weiterverarbeitung.

Anmerkung der Redaktion: Alles richtig gemacht, juhu!

Es ist wirklich so einfach, wie oben und im Rezept beschrieben. Der Teig bucht eine Übernachtung im Kühlschrank und kommt morgens zum Frühstück :-).

Hach, ich freue mich auf ein paar gemütliche Ostertage. Auf ausgiebige Frühstücks- oder Brunch-Runden, auf hoffentlich sonnige Nachmittage auf der Terrasse. Auf das ein oder andere Eierlikörchen, hihi.

Ich habe übrigens spontan noch ein bisschen geraspelte Karotte mit in den Teig gegeben. Weil Ostern ist und es irgendwie schön passt. Und weil ich Karotten mag. Könnt Ihr auch gerne weglassen, beide Varianten sind lecker :-).

Hier könnt Ihr das Rezept gerne direkt ausdrucken -> Click!

  • 250g Dinkel-Vollkornmehl
  • 250g Dinkelmehl Typ 630
  • 1 Päckchen Trockenhefe
  • 20g Leinsamen
  • eine große Möhre, fein geraspelt (optional)
  • 300g kaltes Wasser bzw. 350g Wasser, wenn Ihr den Tag ohne Möhre macht
  • 10g Salz
  • 10g Olivenöl

Am Vorabend:

Alle Zutaten außer dem Wasser in eine Rührschüssel geben und mit den Knethaken der Küchenmaschine oder des Quirls mischen. Langsam das Wasser dazugeben und ca. 5 Minuten lang kneten.

Der Teig sollte sich in einem glatten Ball vom Schüsselrand lösen. Falls noch trockenes Mehl in der Schüssel zu sehen ist, gebt noch ein bisschen Wasser dazu. Sollte der Teig noch zu klebrig sein, fügt noch ein bisschen Mehl hinzu.

Lasst den Teig einfach in der Schüssel (abgedeckt mit einem Handtuch) für etwa 30 Minuten stehen, damit er „anspringen“ kann.

Stellt die Schüssel danach luftdicht verschlossen über Nacht in den Kühlschrank.

Am nächsten Morgen wird Euch dieser Anblick erwarten. Schön, oder? :-) Ich bin jedes Mal wieder baff, dass das so gut funktioniert mit der Übernachtgare.

Hefeteig Dinkelbrötchen Übernachtgare

Zubereitung (am nächsten Morgen):

Heizt den Ofen auf 220 Grad Ober-/Unterhitze vor.

Legt ein Backblech aus mit Backpapier oder Dauerbackfolie.

Nehmt den Teig mit bemehlten Händen aus der Schüssel und teilt ihn in 8 – 9 gleichgroße Stücke. Ich habe mal interessehalber nachgewogen. Mein Teig wiegt ca. 900 Gramm und ich mache 9 Brötchen daraus. Dann muss ich nicht lange Kopfrechnen ;-)

Ich forme die Brötchen gar nicht aufwändig, sondern setze einfach die „Teigstücke“ aufs Blech. Ich finde das schön, wenn die Brötchen ein bisschen rustikal aussehen und die Kruste dann beim Backen ein bisschen aufplatzt.

Man darf ja ruhig sehen, dass sie handgemacht sind. Ich „tunke“ die Brötchen gerne noch mit der Oberseite in ein bisschen Mehl. Dann sehen sie nach dem Backen noch rustikaler aus, finde ich.


Lasst die Brötchen auf dem Blech noch 10 – 15 Minuten stehen und gebt sie dann in den heißen Ofen auf mittlerer Schiene. Für extra Crunch stelle ich gerne eine ofenfeste Schüssel mit Wasser auf den Boden des Ofens. Der Wasserdampf, der entsteht, macht die Brötchen schön knusprig. Alternativ könnt Ihr auch einen Eiswürfel auf den Ofenboden werfen. Funktioniert genauso, nur muss man danach evtl. den Ofen putzen, das gibt nämlich Wasserränder ;-).

Backt die Brötchen für ca. 25 – 30 Minuten. Ihr entscheidet, wann Euch die Brötchen goldbraun genug sind. Jeder Ofen backt ein bisschen anders, also einfach immer mal reinschauen.

Nehmt die Brötchen aus dem Ofen, lasst sie kurz abkühlen und dann könnt Ihr sie schon genießen. Die „Möhre“ auf der Brötchenhälfte ist übrigens aus Aprikosenmarmelade. Da die Dinkelbrötchen ungesüßt sind, schmecken sie sowohl süß als auch herzhaft belegt ganz hervorragend.

Frisch aus dem Ofen - Dinkelbrötchen mit Leinsamen und Karotte (Übernachtgare)
Volle Möhre lecker! Dinkelbrötchen mit Karotte zum Osterfrühstück - Rezept Unterfreundenblog

Und als extra Osterüberraschung habe ich Euch heute noch etwas mitgebracht. Ich bin nämlich heute wieder in allerbester Gesellschaft mit meinem Rezept. Bei unserem neuesten „Back doch mal…“-Event der Rhein Neckar Blogger dreht sich dieses Mal alles um Heferezepte (zu Ostern).

Schaut also gerne vorbei bei meinen tollen Blogger-Kolleginnen, wenn Ihr Lust auf schöne Rezeptideen zu Ostern habt. Es lohnt sich sehr!

Bei Jessica von Lecker macht süchtig gibt es kleine Hefeteigkränze mit Mohn-Zitronen-Füllung

Andrea von Zuckerimsalz backt uns saftige Zimtschnecken mit Karotten und Aprikosen

Sonja von Die Foodalchemistin hat uns eine herzhaft gefüllte Brotschnecke ins Nest gelegt

Simone von Delicious Dishes around your kitchen bringt uns Carrot-Cake-Hörnchen auf den Ostertisch

Anne von Wolkenfees Küchenwerkstatt hat Spiegelei-Nester mit Eierlikör mitgebracht

Ihr könnt auch direkt auf unsere Gemeinschaftsseite der Rhein-Neckar-Blogger hoppeln. Hier sind all unsere Lieblingsrezepte von heute unter einem Beitrag gesammelt. Kleiner Extra-Service von uns ;-).

Back doch mal mit Hefeteig Bloggeraktion Rhein-Neckar-Blogger


Meine beiden bisherigen Hefeteig-Rezepte auf dem Blog sind übrigens auch den Back-doch-mal-Aktion meiner Blogger-Freundinnen geschuldet. Ich arbeite hier also unter Gruppenzwang *lach*.

Kleiner Scherz – die Teilnahme an unseren schönen Events ist natürlich absolut freiwillig und ich bin oft sehr happy über den kleinen Schubs, vielleicht mal etwas Neues auszuprobieren.

Sonst wären weder dieser köstliche elsässische Gugelhupf noch die leckere Blumen-Focaccia auf dem Blog gelandet. Und das wäre ja wirklich zu schade! So langsam komme ich tatsächlich an in diesem Hefeteig-Game :-)

Wenn es dann doch schneller gehen soll, kann ich Euch auch meine geliebten Dinkel-Skyr-Brötchen sehr ans Herz legen. Ohne Hefe, ohne Vorbereitung, in 30 Minuten auf dem Tisch!


Oder für die Süßschnäbel unter Euch: Diese einfachen Schokobrötchen aus dem Airfryer sind gerade sehr beliebt auf dem Blog


Ich wünsche Euch sonnige und fröhliche Ostertage, Ihr Hasen!

Eure Marion

Autor: Unterfreundenblog

https://unterfreundenblog.com/

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