Ihr Lieben,
da bin ich schon wieder und habe Euch heute diesen unglaublich leckeren Teigkranz mit Brie, Preiselbeeren und Nüssen mitgebracht. Das ist doch ein Adventskranz ganz nach meinem Geschmack :-). Der gehört übrigens definitiv in die Reihe „Angeber-Rezepte, die kaum Aufwand bedeuten“.
Hach, wie ich solche Rezepte liebe. Wenn die Gäste verzückt rufen: „Was Du Dir immer für Arbeit machst!“. Wir wissen es besser, aber verraten natürlich nichts und lächeln nur milde :-).
Der Kranz ist ein absoluter Hingucker und dabei wirklich easy gemacht. Die Zutaten könnt Ihr alle fertig kaufen und sie dann nur noch in Kranzform bringen. Das geht schneller als Adventskranz basteln :-). Und dieser Kranz ist ein Fest für Augen UND Magen! Er ist üppig gefüllt mit fruchtig-herben Preiselbeeren aus dem Glas, cremigen Brie-Stückchen, knackigen Pistazien und duftenden Rosmarin-Nadeln.
Hier seht Ihr alle Zutaten auf einen Blick:

Mit einem großen Salat eignet sich der leckere Kranz als Hauptspeise für drei bis vier Personen. Auf einem Brunch-Buffet oder als festliche Vorspeise im Advent oder zu den Festtagen macht er sich auch wunderbar. Die rot-grüne Deko ruft doch geradezu „mach mich zu Weihnachten“! Und sehen die kleinen Rosmarinspitzen nicht aus wie kleine niedliche Tannenbäumchen?


Ihr merkt, ich bin ganz verzückt! Der Teigkranz mit Käse, Preiselbeeren und Nüssen ist mein zweites Türchen beim Adventsvorglühen der Rhein-Neckar-Blogger. Wenn Ihr regelmäßig zum Lesen kommt, dann kennt Ihr unsere schöne Vorweihnachtstradition sicherlich. Schon im fünften Jahr haben wir im November tolle Rezepte und Ideen für Euch, damit es dann im Dezember schön entspannt wird. Über den Link kommt Ihr zu allen bisherigen Türchen aus diesem Jahr. Hinter meinem ersten Türchen versteckt sich übrigens ein traditionelles Adventsgebäck, das ich bis vor kurzem noch gar nicht kannte – ein saftiges Apfelbrot.
Gestern hat uns Sonja vom Blog „Die Foodalchemistin“ eine tolle Idee für weihnachtlich gefüllte Datteln mitgebracht und morgen ist die liebe Conny von „Mein wunderbares Chaos“ an der Reihe. Ich bin schon super gespannt und freue mich über jedes Türchen wie ein kleines Kind!

Apropos – beim Probebacken hatte ich übrigens die schönsten Kindheitserinnerungen! Ich habe den Kranz nämlich mehrfach ausprobiert und dafür auch Varianten mit Blätterteig und Croissantteig getestet. Mit Abstand am besten hat uns diese Variante mit Plunderteig geschmeckt.
Ich habe dafür die Rollen von Knack & Back verwendet. Das ist keine beauftragte Werbung. Ich sag‘ Euch das nur, weil das Ergebnis damit einfach am besten wird und diese Dreiecke, die wir brauchen, schon exakt die richtige Größe haben! So können wir es uns richtig einfach machen.
Und Zack war ich beim Testbacken wieder 7 Jahre alt. Das war damals ein solches Highlight für mich, diese blaue Dose am Wochenende auf die Tischkante zu hauen und dann knusprige Brötchen, Hörnchen, etc. im Ofen fertig zu backen. Hach! Habt Ihr das auch gemacht? Die Rollen auf die Tischkante zu kloppen macht jetzt, 50 Jahre später, übrigens immer noch Riesenspaß *lach*. Verrückt, wie lange es die schon gibt!

So, jetzt zeige ich Euch aber erst einmal Schritt für Schritt, wie einfach Ihr diesen hübschen Kranz zubereiten könnt!
Das Rezept könnt Ihr hier auch direkt ausdrucken, wenn Ihr Lust habt:
Festlicher Teigkranz mit Brie, Preiselbeeren und Nüssen
Zutaten:
- Zwei Rollen fertigen Plunderteig aus dem Kühlregal
- 200g Brie
- ca. 150g Preiselbeeren im Glas
- eine Handvoll Pistazien
- 1 Zweig frischen Rosmarin
- ca. 1 EL Honig
- 1 Ei
- Fleur de Sel oder anderes Meersalz
Optional:
- Frische Cranberries als Deko
- Mehr frischen Rosmarin. Ich habe noch 2 – 3 Zweige als Deko verwendet, weil mich die Spitzen immer an kleine Tannenbäumchen erinnern. Und wann, wenn nicht jetzt, kann man sich damit als (essbare) Deko austoben!
Vorbereitung:
Brie in Stücke schneiden. Pistazien grob hacken. Die Nadeln von einem Zweig Rosmarin abstreifen und klein schneiden. Das Ei mit einer Gabel verquirlen.
Ofen auf 180 Grad Ober- und Unterhitze vorheizen.
Zubereitung:
Legt ein Blech mit Backpapier aus und stellt eine Schüssel mit ca. 15 cm Durchmesser kopfüber in die Mitte. Öffnet die Rollen mit dem Plunderteig und entnehmt die vorgeschnittenen Dreiecke. Sie sind an den Schnittstellen bereits perforiert, man muss sie nur durchschneiden. Zieht dabei nicht zu doll am Teig. Wir wollen die Dreiecke bestenfalls alle in der gleichen Größe haben ;-).

Legt die Dreiecke mit der Spitze nach außen um die Schüssel, so dass sich die Teigränder am Rand der Schüssel überlappen. Verteilt die Preiselbeeren am Teigrand entlang und legt die Brie-Stückchen im Kreis darauf. Gebt etwas Honig sowie die gehackten Pistazien und die Hälfte der Rosmarinnadeln auf den Käse.




Entfernt die Schüssel und schließt den Kranz von außen nach innen. Hebt dabei den inneren Teigrand etwas an, um die Spitzen darunter zu schieben. Das klingt komplizierter als es ist, versprochen ;-). Wenn die Teigspitzen allzu lang werden, könnt Ihr sie auch ein bisschen kappen.
Es macht nichts, wenn der Teig nicht die ganze Füllung abdeckt. War bei mir auch so, wie Ihr auf den Bildern seht. Wenn nachher beim Backen ein bisschen Füllung ausläuft, ist das nicht schlimm.
Bestreicht den Kranz vor dem Backen mit dem verquirlten Ei. Das macht eine wunderschöne Backfarbe und sorgt als „Kleber“ für die restlichen Rosmarinnadeln und ein paar Salzflocken.
Nun backt den Kranz auf einem Blech im vorgeheizten Ofen für ca. 15 – 20 Minuten bei 180 Grad Ober-/Unterhitze, bis er schön gebräunt ist.



So sah der Kranz bei mir „ungestyled“ aus, als er aus dem Ofen kam ;-).
Ich habe in die Teiglücken nach dem Backen noch kleine Stücke von den übrigen Rosmarinzweigen gesteckt. Ihr wisst schon – Mini-Tannenbäumchen!
Ihr könnt den Kranz heiß, lauwarm oder kalt servieren. Er eignet sich auch prima zum Einfrieren. Ich habe ihn dazu in Stücke geschnitten und portionsweise eingefroren. Im Ofen oder Airfryer sind die Stücke schnell wieder aufgebacken, Salat dazu – Mittagessen fertig :-). Liebe ich!


Ihr seid beim Füllen natürlich ganz flexibel. Wenn Ihr keinen Brie bekommt oder mögt, nehmt anderen Käse, wie z.B. Camembert oder Ziegenkäse. Auch gehackte Walnüsse, Pekannüsse oder Haselnüsse passen wunderbar statt der Pistazien.
Ich wünsche Euch eine zauberhafte, lichterfunkelnde Adventszeit. Vielleicht habt Ihr ja Lust, den Kranz nachzubacken. Ich würde mich riesig freuen!
Habt es schön, Ihr Lieben!
Eure Marion


Hallo Marion,
ich hätte da mal eine Frage zum Teig für den Kranz. Du schreibst, Du hast den Plunderteig von Knack & Back verwendet. Den finde ich weder im Laden noch auf der Webseite von Knack & Back, Croissantteig schon. Dafür habe ich von einer anderen Marke auf deren Seite ein Produkt gefunden, das Croissant- und Plunderteig heißt. Und im Internet dann auch noch die Aussage, dass Croissants aus Plunderteig gemacht werden. Jetzt bin ich völlig verwirrt. Kannst du mir helfen?
Liebe Grüße
Margarete
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Liebe Margarete,
ach herrje – da bin ich wohl in die Teigfalle getappt :-)!
Der gute Plunderteig von Knack & Back war lange mein Geheimtipp, und jetzt scheint er tatsächlich sang- und klanglos aus den Regalen verschwunden zu sein. Ich habe schon von anderen Leserinnen gehört, dass er wohl ein rares Gut sei. Offenbar ein Fall für „Vermisste Teige XY“. Das ist mir jetzt tatsächlich ein bisschen peinlich, nachdem ich ihn so begeistert angepriesen habe!
Was die große Teig-Verwirrung angeht: Im Internet heißt es zwar gerne, Croissantteig sei Plunderteig – aber aus meiner Back-Praxis (und meinem Bauchgefühl 😉) fand ich den Plunderteig deutlich anders als den üblichen Croissantteig. Er ist eher „hefig“ und nicht so luftig/blättrig. Deshalb lässt sich der Kranz zwar mit Croissantteig machen, aber er wird eben ein bisschen anders.
Das Produkt, das du von der anderen Marke gefunden hast, klingt nach der besten Alternative im Moment. Wenn dort „Croissant- und Plunderteig“ draufsteht, könntest du damit dem „Original“ doch nahe kommen.
Danke Dir für deine Frage und fürs aufmerksame Nachhaken! Ich gelobe, in Zukunft erst die Teig-Lage im Land zu checken, bevor ich schwärme :-).
Ganz herzliche Grüße,
Marion
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