Hello again … oder „Nicht bloggen ist auch keine Lösung“

Hello again - Nicht bloggen ist auch keine Lösung - Unterfreundenblog

„Bloggen ist das Gegenteil von alles für sich behalten“ – das habe ich kürzlich gelesen und fand es so schön!

Diese Aussage trifft auch perfekt mein Gefühl, das ich in den letzten Monaten hatte. Nachdem ich vor vier Monaten das Blogger-Handtuch geworfen hatte, sind die Ideen nur so gesprudelt und ich wusste nicht, wohin damit. Ich stand sprichwörtlich damit alleine im Wald. Wenigstens habe ich sie aufgeschrieben, die Ideen. Nein, nicht in die Baumrinde geritzt :-)

Ich habe meinen Blog vor 3 Jahren gestartet, weil ich meine Begeisterung für die schönen Dinge des Lebens mit Euch teilen wollte. Aufgehört habe ich nicht etwa, weil mir nichts mehr eingefallen ist. Im Gegenteil: Ich hatte das Gefühl, das Bloggen vereinnahmt mich zu sehr. Ich habe kein Restaurant mehr besucht, ohne es auf Blog-Tauglichkeit zu testen. Keine Reise mehr gemacht, ohne ständig die Kamera im Anschlag zu haben. Einfach nur Erleben und Genießen um des Genießen willens fiel mir zunehmend schwerer. Ich habe in Blogbeiträgen gedacht und geplant.

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Zuviel des Guten kann wundervoll sein, oder …?
Ich hatte einen Riesenspaß mit meinem neuen Hobby. Bis sich irgendwann alles nicht mehr wundervoll angefühlt hat, sondern nur noch nach „zu viel“. Bis ich gemerkt habe, mir fehlt Zeit. Zeit für mich selbst, für meine Freunde, für Sport und auch einfach mal für Füße hoch und Nichtstun. In meinem eigentlichen Job habe ich tolle neue Aufgaben übernommen, die mich gefordert haben. Zusätzlich. Mein Kopf hatte keine Pause mehr und es war ganz einfach Zeit für eine Vollbremsung, zum Innehalten und Überdenken.

Einen Scheiß muss ich!
Die sozialen Medien hatten mich zu einem unsozialen Wesen gemacht. Die vielen Stunden, die ich mit dem Blog, Facebook, Instagram, Pinterest und Co. verbracht habe, fehlten mir, um Bücher zu lesen,  mit den Mädels zum Italiener zu gehen und mich mal wieder ausgiebig mit dem Liebsten zu unterhalten.
Der neue heiße Scheiß heißt Flipboard. Angeblich treibt es die Zugriffszahlen auf dem Blog in ungeahnte Höhen. Und wisst Ihr was? Ist mir vollkommen schnurz. Auch Twitter, Snapchat, Instagram-Stories kommen mir nicht ins Haus. Ich kann nicht auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen und ich will es auch nicht.

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Challenges? Nicht für mich!
Geht das nur mir so? Im Moment könnten wir problemlos jeden Tag mehrere Challenges starten. Die Google-Suche nach dem Begriff bringt 1.200.000.000 Treffer! Ich kann die Zahl nicht einmal aussprechen. Sind das 1,2 Milliarden? Fakt ist, wir lassen uns aktuell bereitwillig durch alle Lebensbereiche challengen. Sechs Monate keinen Zucker, dafür jeden Tag Yoga.  In 4 Wochen zum Beach-Body oder lieber Minimalismus im Kleiderschrank? Vor dem Frühstück noch eine kleine Instagram-Challenge gefällig?

Leute, da bin ich raus. Allein schon der Begriff Challenge (Herausforderung) ist mir unsympathisch, weil er Druck impliziert, den ich nicht haben möchte. Unser Leben ist voller Dinge, die wir gefühlt machen „müssen“. Ich möchte lieber „wollen“ – Dinge nur dann tun, wenn ich Lust dazu habe. Ich mag und muss mich nicht ständig selbst herausfordern und optimieren, um zufrieden zu sein.

Was ich eigentlich damit sagen will …
Manchmal muss man zurückrudern, um vorwärts zu kommen. In diesem speziellen Fall bin ich gerne inkonsequent und sage nicht B, nur weil ich A gesagt habe. Ich liebe es zu Bloggen. Es macht mich glücklich, wenn ich meine Begeisterung für Schönes, Leckeres und Besonderes mit Euch teilen kann. Ich brauche ein Ventil für meine Ideen und meine Kreativität und irgendwie stehe ich drauf, meine Meinung unter die Leute zu bringen :-).

Ich blogge weiter, aber …
Die Blog-Dosis wird weniger werden. Ich werde es langsam und gelassen angehen, meinen Kopf weiterhin für andere Dinge öffnen und das Leben 1.0 wieder ganz bewusst genießen. Mein Zauberwort heißt Balance. Das heißt, mehrere Beiträge in der Woche wird es nicht mehr geben, auch wenn dafür meine und Eure heißgeliebten Wochenend-Tipps erst einmal auf der Strecke bleiben.

Hello again - Nicht bloggen ist auch keine Lösung - Unterfreundenblog - das Comeback

Hach, es macht mich schon richtig happy, diese Worte zu schreiben und die nächsten Beiträge zu planen. Es ist einiges in der Pipeline, Ihr Lieben! Die Zeit allein im Wald war lang. Es fühlt sich jetzt schon wunderbar an, zurück zu sein.

Ich freue mich auf Euch und über meinen Rücktritt vom Rücktritt!

Allerliebste Grüße,

Eure Marion

 

 

 

Verlinkt: Blogparade Sonntagsglück

Autor: Unterfreundenblog

https://unterfreundenblog.com/

33 Kommentare zu „Hello again … oder „Nicht bloggen ist auch keine Lösung““

  1. Hallo liebe Marion,
    du sprichst mir förmlich aus der Seele. Ich bin zwar noch ganz neu beim Bloggen aber habe gerade einen beruflichen Burnout hinter mir, deshalb wage ich mich zu sagen, dass das was du schreibst nicht nur fürs bloggen gilt, sondern für alles im Leben. Zu viel von wundervoll kann sich nun mal leider ins Gegenteil umkehren. Ich mag deine direkte Schreibweise sehr, besonders beim Thema ‚einen Scheiß muss ich‘ – hast du das gleichnamige Buch von Sean Brummel dazu schon gelesen? Ich glaube das könnte dir sehr viel Spaß bereiten :)
    Liebe Grüße, Jenny

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    1. Liebe Jenny, Danke für Deine Worte! ♥
      Da gebe ich Dir nur zu gerne recht, auf jeden Fall gilt das für alles im Leben. Wir lassen uns zu gerne ablenken von dem, was einem Körper, Herz und Bauch eigentlich sagen möchten. Denn eigentlich weiß man, was gut tut. Wir haben nur verlernt, richtig hinzuhören und hinzufühlen. So empfinde ich es zumindest. Und hier zitiere ich gerne und immer wieder einen sehr klugen Mann: „Lasset den Lärm der Stimmen anderer nicht Eure innere Stimme ersticken. Folgt Eurem Herzen und Eurer Intuition. Sie wissen bereits, was Ihr wirklich wollt“ (Steve Jobs).
      Alles Liebe und ganz viel Spaß beim Bloggen!
      Marion

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  2. Toller Beitrag, absolut treffend.
    Du warst mal in meinem WP-Kurs, und wie du weißt, zeige ich meinen Kursteilnehmern gerne Blogs, die in den Kursen entstanden sind. Deinen nehme ich immer gerne als positives Beispiel, weil er sehr lebendig ist.
    Schön, dass du wieder dabei bist. :-)

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    1. Hallo Peter,
      da freue ich mich ja besonders drüber, dass ich den neuen Kursteilnehmern als gutes Beispiel dienen darf! :-)
      Und ganz unschuldig bist Du ja auch nicht daran, dass der Blog a) entstanden und b) lebendig ist! Ich erinnere mich noch sehr gut an die Aussage in meine Richtung: „Wenn jemand noch keine konkrete Idee für einen Blog hat, dann wird das auch meistens nichts“. Nichts motiviert mich so sehr wie jemand, der mir wenig zutraut :-))
      Herzliche Grüße und vielen Dank für den sicherlich unfreiwilligen Tritt in den Allerwertesten!
      Marion

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  3. Wieder da! Hurra! Auch wenn ich mich recht spät melde – weil ich deine Erkenntnis teile und auch beherzige – ihr habt mir gefehlt! Du (z.B. beim Italiener) und dein Blog (welcher Italiener ist überhaupt der richtige?). So schee, dass du wohldosiert weiter machst, deine Wochenendtipps waren fester Bestandteil meiner Wochenendplanung – auch wenn ich die nicht immer umsetze ;-) Freu mich auf alles was kommt!!!

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    1. Hach, ich schmelze gerade dahin und stelle fest, wir haben uns tatsächlich auch schon viiiiiel zu lange nicht gesehen (was wir ja glücklicherweise ganzbald ändern)! Ja, die Wochenend-Tipps … mir fehlen sie selbst auch, ehrlich gesagt! Nie war ich so gut informiert :-) :-) Und einen heißen Tipp für einen tollen Italiener habe ich kürzlich erst bekommen. Der muss aber erst noch auf Herz und Espresso getestet werden!
      Herzallerliebste Grüße!

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  4. Ach wie schön! Und auch schön, dass du da doch nicht so konsequent warst, es stimmt, „nicht bloggen ist auch keine Lösung“ ;) Ich freue mich auf jeden Fall sehr, dass du wieder da bist!!! ♥
    Liebe Grüße, Anastasia

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    1. Wie schön, von Dir zu hören, liebe Anastasia! Freu‘ mich sehr über Deine Worte, vielen lieben Dank! Nachdem ich bei IG so lange auf Tauchgang war, habe ich gerade die Tage wieder Deine wundervollen Bowl-Kreationen angeschmachtet, so toll. Schön, wieder da zu sein!
      Ganz herzliche Grüße,
      Marion

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  5. Yeahhhh … also ich hab dich vermisst … und ich bin zu 100 % deiner Meinung … man muss sich selbst nur ab und zu kneifen und nicht alles so bierernst nehmen was im Netz kursiert von wegen „du musst“ „du darfst nur“ „du sollst“ … denn wie hast du so schön gesagt … einen Scheiß muss ich …
    liebe Grüße und ein Drücker
    Andrea

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    1. Hallöchen meine liebe Queen of Zuckerstreusels!
      „Einen Scheiß muss ich“ war mein allerliebster Satz im ganzen Beitrag. Das zu schreiben und zu veröffentlichen war so herrlich befreiend. Vor allem, weil ich inzwischen auch davon überzeugt bin und es verinnerlicht habe :-)
      Erst gestern habe ich dieses wunderbare Zitat von Steve Jobs gelesen: „Lasst den Lärm der Stimmen anderer nicht Eure innere Stimme ersticken. Folgt Eurem Herzen und Eurer Intuition – sie wissen bereits, was Ihr wirklich wollt“. Ich hab’s halt ein klitzekleinwenig drastischer ausgedrückt ;-))
      Feste zurückgedrückt!
      Marion

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  6. Juhuuuu, Marion! Wie toll, Du bist wieder da :) Ich bin schon so gespannt was für schöne Ideen sich bei Dir alles angesammelt haben! Die Bilder von den Macarons sehen auf jeden Fall zum Reinbeißen aus und machen richtig Lust auf einen entspannten Nachmittag – das braucht schließlich jeden ab und an mal! Bin ich ganz Deiner Meinung :)
    Liebe Grüße,
    Steffi

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    1. Huhuuuuu liebe Steffi!
      Entspannte Nachmittage kann man nie genug haben :-) und Macarons auch nicht. Wahlweise irgendwas anderes Verführerisches, gerne auch aus Deinem süßen Repertoire! Die Bilder waren mal ein erster Versuch in Sachen Flatlay. Und Macarons sind auch wirklich, wirklich fotogen und sehr dankbare Motive.
      Alles Liebe und trotz Hausbau die kleinen, süßen Pausen nicht vergessen, hörst Du!

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  7. Liebe Marion, wie schön, dass du wieder bloggst. Ich verstehe deine Meinung zu 100%. Manchmal überrennen einen die eigenen Ansprüche. Ich muss da auch manchmal zurückrudern und mir sagen „Hey, die Welt kann auch ohne deinen Blogbeitrag überleben.“ Freu mich auf deine Beiträge und bin gespannt, welchen Rhythmus du finden wirst. LG Undine

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    1. Hihi, das wird mir im Kopf bleiben, liebe Undine: „Die Welt wird auch ohne Deinen Blogbeitrag überleben“. So ist das wohl … leider ;-) Sie hat sich auch während meiner 4 Offline-Monate völlig unbeeindruckt weitergedreht. Aber es ist so schön, dass sich meine kleine, feine Community aus lieben Mitbloggern und Lesern hier so mit mir freuen. Da geht mir direkt das Herz auf! Und das reicht manchmal schon als Motivation!
      Herzliche Grüße in den Norden!

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  8. Welcome back. So richtig weg warst du für uns Rhein-Neckar-Blogger ja nicht. Und deinen Post unterschreibe ich ganz genau so. Wenn es zuviel Druck wird, einfach lassen. Man muss nicht 2 mal die Woche posten und schon gar keine Erwartungshaltung erfüllen. Es soll Spaß machen sonst nix. Liebe Grüße Anne

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    1. Und Recht hattest Du mit dem Blogger-Virus :-) Ich habe Dir ja nicht geglaubt und bin ihm dann doch erlegen … zum Glück! Der Druck war komplett hausgemacht. Ich habe nur lange nicht gemerkt, dass es zu viel ist, weil ich einen Riesenspaß dabei hatte. Den werde ich auch wieder haben, nur der Rhythmus wird sich klar verändern. Genuss und Gelassenheit stehen jetzt ganz oben auf der Agenda!
      Liebste Grüße!

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  9. Liebe Marion,
    Schööönn, dass du wieder bloggst!! Lese deine Beiträge unheimlich gerne und betrachte auch gerne deine tollen Fotos!! Gerade heute morgen suchte ich nach Flohmarktterminen… und wurde bei deinem letzten Beitrag fündig!! Danke, danke, danke!! Auf einen guten neuen Start!! Freu mich!!
    Liebe Grüße
    Inge

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    1. Liebe Inge!
      Wie schöööön! Solche Kommentare sind die Würze in der Bloggersuppe. Genau dafür schreibt man Beiträge 💕
      Danke fürs Mitlesen, Mitfreuen und vor allem für die lieben Worte! Ich freue mich SEHR darüber.
      Alles Liebe,
      Marion

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  10. Liebe Marion,
    ich freue mich auf jeden Deiner Posts und es ist mir völlig egal, ob das ein Mal in der Woche, ein Mal im Monat oder ein Mal im Quartal sein wird! Es wird großartig sein und ich werde es lesen. ❤️
    Herzlichst, Conny
    PS: Hab Dich vermisst!

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    1. Wie konnte ich nur aufhören und freiwillig auf solche Kommentare verzichten?! Hach, ich schmelze gerade ein wenig dahin! Danke, Danke, Danke, Du Liebe! Einmal im Quartal klingt gerade sehr verführerisch in meinem noch sehr entschleunigten Modus ;-)

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    1. Liebe Susanne!
      Dank Euch durfte ich ja weiterhin Blog-Luft schnuppern, das war auch wirklich hilfreich und soooo schön!
      Nur für den Rest der Welt war ich ein bisschen abgetaucht, so à la Westernhagen: Ich war nie wirklich weg, hab‘ mich nur versteckt …
      Liebste Grüße und einen schönen Sonntag!

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  11. Schön, dass du wieder dabei bist und ich sehe es ganz ähnlich wie du… Challenges brauche ich nicht und ich begrenze meine Zeit in den Social Media strikt, damit ich nicht drin hängenbleibe und noch ganz viel Zeit für meine Kinder, meinen Ritter und meine Freunde habe… Da ist so viel anderes im „Real Life“, das ebenso wichtig oder wichtiger ist… Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es gut ist, sich ganz bewusst Zeiten zu nehmen und sie dann auch einzuhalten. Sonst verliert man sich leicht im virtuellen Dschungel. Aaaaaber dieser Dschungel macht auch so viel Spaß! Es ist eben doch immer der berüchtigte aristotelische Mittelweg die Lösung…
    Ich freue mich auf deine Experimente im Blogger-Dschungel!
    Herzlich, Yushka

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    1. Mensch, der Aristoteles wusste schon vor fast 2500 Jahren, wie’s geht! Der güldene Mittelweg ist ganz oft die Lösung. Oftmals ist man sich nur zu lange nicht bewusst, davon schon ganz weit abgewichen zu sein und in einer selbstgebauten Tretmühle zu sein, die keinen gesunden Rhythmus mehr hat. Also, zurück in den Dschungel und „bleiben Sie unbedingt auf dem goldenen Mittelweg!“. Ich wusste übrigens gar nicht, dass der auf Herrn Aristoteles zurückgeht (musste ich erstmal googeln). Du schlaues Ding, Du!

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