Bonjour, Ihr Lieben!
Mir ist heute ganz Französisch zumute, denn mit diesem Gugelhupf-Rezept habe ich uns einen Klassiker aus Frankreich mitgebracht. Im Nachbarland nennt man ihn auch Gugelhoupf oder Kouglof. Vom Originalrezept aus dem Elsass bin ich nur in einer Sache abgewichen – ich habe die Rosinen weggelassen.
Ich höre schon die empörten Aufschreie meiner frankophilen Leser :-). Aber excusez moi vielmals, Rosinen und ich werden einfach keine Freunde mehr in diesem Leben. Ich wollte eigentlich schreiben „wir werden keine amis mehr“, aber das sah dann auch seltsam aus, haha.
Zurück zu den Rosinen. Wenn Ihr auch keine mögt – wunderbar, dann habe ich DAS Rezept für Euch, sogar in zwei ganz köstlichen alternativen Varianten! Und wenn Ihr findet, dass in einem Kuchen gar nicht genug Rosinen sein können – ebenso wunderbar – lasst Euch überhaupt nicht abhalten von mir, welche zu verwenden!

Das ist übrigens mein allererstes Rezept mit Hefeteig hier auf dem Blog. Ich bin ja normalerweise Team ungeduldig und backe deshalb eher selten mit Hefe, aber für diesen fluffigen Gugelhupf aus der elsässischen Küche habe ich eine Ausnahme gemacht. Und der kleine Zeitaufwand lohnt sich so sehr, versprochen!
Als ich mit meiner Familie im letzten Jahr für ein Wochenende im Elsass war, habe ich die hübschen Gugelhupf-Kuchen überall gesehen. In allen Größen standen sie in den Auslagen der Bäckereien und Marktstände. Was für ein schönes Bild! Und dieser Duft! Oh la la!
Ich bin heute natürlich nicht alleine hier mit meiner Gugelhupf-Liebe! In der zweiten Runde der Rhein-Neckar-Blogger-Backreihe „Back doch mal …“ dreht sich dieses Mal alles um den beliebten Kuchen und wir teilen wieder unsere Lieblings-Rezepte mit Euch.



Ich habe übrigens extra nach der genauen Gugelhupf-Definition geschaut und habe folgendes gefunden:
„Der Gugelhupf ist ein Napfkuchen aus Rührmasse, Biskuitmasse oder Hefeteig, oft marmoriert oder mit Rosinen. Gugelhupf ist besonders in Österreich und den Nachfolgestaaten der österreichisch-ungarischen Monarchie, dem Elsass, in Süddeutschland, in der Schweiz und in Polen populär“ (Quelle: Wikipedia)
Die Elsässer mögen ihren Gugelhupf übrigens zu jeder Tageszeit. Meine Variante enthält nur wenig Zucker und passt daher ganz hervorragend sowohl zu Café au lait oder Tee oder eben auch zu einem Gläschen Wein am Abend.
Ich mochte übrigens die Variante mit Schoko und Pistazien lieber, der Mann war eindeutig Team alkoholisierte Cranberries ;-). So seht Ihr ihn auch auf den Fotos. Also den Gugelhupf, nicht den Mann!
Gugelhupf Elsässer Art
Zutaten
- 250 ml Milch oder Pflanzendrink ungesüßt
- 1 Würfel frische Hefe (42 g)
- 75 g Zucker
- 800 g Mehl (am besten Weizenmehl Typ 550)
- 1 Prise Salz
- 3 Eier
- 300 g weiche Butter (+ extra Butter zum Fetten der Backform)
- Puderzucker (zum Bestreuen)
für die Variante mit Cranberries (oder Rosinen, wenn Ihr mögt):
- 75 g getrocknete Cranberries (oder Rosinen)
- 50 ml Kirschwasser (alternativ Fruchtsaft) zum Einweichen der Cranberries
- eine Handvoll Pistazien
für die Variante mit Schokolade und Pistazien:
- 100 g Schokotropfen
- eine Handvoll Pistazien
Hier seht Ihr das „making of“, die Zwischenschritte der Zubereitung:




Zubereitung
- Verrührt 50 ml Kirschwasser und 100 ml kaltes Wasser und weicht die Cranberries (oder Rosinen) darin ein. Es reicht, wenn Ihr das zu Beginn der Zubereitung macht. Wer es intensiver mag, kann die Beeren auch länger im Alkohol ziehen lassen. Für die alkoholfreie Variante einfach unverdünnten Fruchtsaft nehmen.
- Die Variante mit den Schokoladentropfen erfordert keine Vorbereitung.
- Nehmt von der Milch oder dem Pflanzendrink 150 ml ab und macht sie lauwarm. Bröselt die Hefe zusammen mit einer Prise Zucker in die lauwarmen Milch und löst sie unter Rühren auf. Rührt 100 g Mehl unter und lasst diesen Vorteig zugedeckt an einem warmen Ort 15 Minuten gehen.
- Restliches Mehl (700 g), restliche Milch (100 ml), Zucker, Salz und Eier mit den Knethaken des Handrührers oder in der Küchenmaschine für mindestens 5 Minuten kneten.
- Gebt die weiche Butter und den Vorteig dazu und verknetes alles zu einem Teig. Diesen Teig zugedeckt an einem warmen Ort noch einmal für ca. 1 Stunde gehen lassen.
- Lasst die Cranberries (oder Rosinen) abtropfen, knetet sie unter den Teig und lasst ihn weitere 15 Minuten gehen. Alternativ die Schokotropfen unter den Teig kneten und 15 Minuten gehen lassen.
- Heizt den Backofen auf 200 Grad (Ober-/Unterhitze) vor.
- Streicht die Gugelhupf-Form gut mit Butter aus, füllt den Teig ein und lasst ihn in der Form nochmals an einem warmen Ort für 30 Minuten gehen.
- JETZT kommt er in der Form in den Ofen und wird auf der unteren Schiene auf dem Rost für etwa 50–55 Minuten gebacken. Etwa 15 Minuten abkühlen lassen, dann noch warm aus der Form stürzen.
- Vor dem Servieren mit Puderzucker beschneien. Ich habe ihn noch mit ganzen Pistazien dekoriert.


Und wenn Ihr jetzt so richtig in Gugel-Laune seid, schaut Euch doch gerne einmal auf unserer Gemeinschaftsseite um, dort tummeln sich immer alle unsere gesammelten Rezepte und Ihr habt einen tollen Überblick. Hier kommt Ihr direkt in die Gugelhupf-Bäckerei zu all unseren Rezepten. Einfach immer der Nase nach, Ihr könnt sie nicht verfehlen!

Habt Ihr schon unsere erste Runde der „Back-doch-mal“-Sause mit unseren liebsten Käsekuchen-Rezepten entdeckt? Falls nicht – voila, hier findet Ihr unsere Cheesecake-Lieblinge.
Vielleicht habt Ihr ja eigene Wünsche für unsere nächste Runde „Back doch mal“. Wir haben uns nämlich noch nicht festgelegt auf ein Thema. Erzählt doch mal – was können wir Euch denn Gutes tun? Blechkuchen, Kleingebäck, Obstkuchen, No-Bake-Kuchen, (herzhafte) Tartes oder Quiches? Bitte sagt nicht Torten ;-))!
Lasst es Euch gut gehen und genießt die Sonne!
Eure Marion
Für die Pinterest-Fans – ich freue mich, wenn Ihr Euch Fotos oder den Beitrag auf Euren Boards speichert. Dankeschön & Merci!


